China
Schneestürme legen Kraftwerke lahm

China erlebt den härtesten Winter seit 50 Jahren. Einige chinesische Kraftwerke haben die Stromproduktion einstellen müssen, weil ihnen die Kohle ausgegangen ist. Schnee und Eisregen ließen an vielen Orten den Verkehr zusammenbrechen, Hunderttausende Passagiere steckten an Bahnhöfen, Flughäfen und Busstationen fest.

PEKING. Der anhaltende Schneefall behindert die Versorgung der Kraftwerke, die vor allem durch die Bahn mit Kohle beliefert würden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. In vielen Städten kam es deshalb schon zu zeitweisen Stromabschaltungen. Die stillgelegten Kraftwerke hätten sieben Prozent des Strombedarfs produziert, hieß es.

Bei anderen Kraftwerken, die für weitere zehn Prozent verantwortlich seien, reiche der Kohlevorrat nur noch für drei Tage, hieß es unter Berufung auf die Elektrizitätsbehörde. Die Kohlereserven lägen bei 21 Millionen Tonnen, der Hälfte des normalen Wertes.

Die schwersten Schneefälle seit 50 Jahren in China fordern immer mehr Todesopfer. Bei einem Busunglück in der südwestchinesischen Provinz Guizhou sind am Dienstag 25 Menschen ums Leben gekommen. Wie die staatliche Behörde für Arbeitssicherheit in Peking berichtete, war der überfüllte Reisebus von einer vereisten Bergstraße abgekommen und 40 Meter tief in ein Tal gerutscht. 13 Menschen seien verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

Nach Angaben der Behörden sind 78 Millionen Menschen in insgesamt 14 Provinzen Süd-, Zentral- und Ostchinas betroffen. Ministerpräsident Wen Jiabao besuchte am Dienstag die zentralchinesische Provinz Hunan, die besonders unter dem Unwetter zu leiden hat.

24 Menschen waren schon in den vergangenen Tagen durch unter Schneemassen eingestürzte Häuser oder wetterbedingte Unfälle ums Leben gekommen. Schnee und Eisregen ließen an vielen Orten den Verkehr zusammenbrechen, Hunderttausende Passagiere steckten an Bahnhöfen, Flughäfen und Busstationen fest.

Mindestens 200 000 Reisende waren am Montag am Bahnhof der südchinesischen Stadt Guangzhou (Kanton) gestrandet. Wegen der bevorstehenden Feierlichkeiten zum traditionellen chinesischen Neujahrsfest am 7. Februar befinden sich zur Zeit Millionen Chinesen auf dem Heimweg zu ihren Familien in den Provinzen.

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