Christkind war schon zu Luthers Zeiten bekannt
Kinder ziehen den Weihnachtsmann dem Christkind vor

Der Weihnachtsmann wird immer beliebter, während die Glanzzeiten des Christkinds lange vorbei sind. Zu diesem Ergebnis kamen jedenfalls Brauchtumsforscher aus Münster.

HB MÜNCHEN. Vor gut 70 Jahren habe das Christkind noch in West- und Süddeutschland Geschenke gebracht und dem Weihnachtsmann den größten Rest des Landes überlassen, berichtete Christiane Cantauw, Volkskundlerin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Mittwoch in Münster. „Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Popularität des Weihnachtsmannes jedoch merklich gesteigert, während das Christkind ein wenig in Vergessenheit geraten scheint.“

Der Weihnachtsmann, in dem sich die Eigenschaften von Nikolaus und Knecht Ruprecht vereinten, sei erst im 19. Jahrhundert aufgekommen, während das Christkind schon zu Luthers Zeiten bekannt gewesen sei. Das erste Bild vom Weihnachtsmann stammt laut LWL aus dem Jahr 1847. Der Maler Moritz von Schwind (1804-1871) habe einen „Herrn Winter“ abgebildet, der in der Weihnachtsnacht geschmückte Christbäume verschenkte.

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