Chronik des Überfalls auf Realschule
Stunden des Schreckens in Emsdetten

Ein ehemaliger Schüler einer Realschule hat am Montag im westfälischen Emsdetten in einem blutigen Racheakt mehrere Schüler und Polizisten verletzt und sich anschließend selbst das Leben genommen. Hier die Chronik der Ereignisse:

9.28 Uhr: Bei der Polizei geht ein Notruf ein. Mitarbeiter des Sekretariats der Geschwister-Scholl-Schule teilen den Beamten mit, dass ein unbekannter maskierter Mann in der Realschule um sich schießt.

9.34 Uhr: Streifenwagen mit vier Polizisten treffen am Tatort ein. Die Beamten betreten das Gebäude. Der Täter zieht sich in die erste Etage zurück und zündet Rauchbomben. Dabei erleiden die Polizisten Rauchvergiftungen.

9.45 Uhr: Das Polizeipräsidium Münster übernimmt die Einsatzführung. Spezialeinsatzkräfte werden alarmiert.

10.10 Uhr: Die Spezialeinsatzkräfte betreten die Schule. Die Beamten bringen vier Kinder in Sicherheit, die sich noch in dem Gebäude befinden. Wenig später finden die Beamten im zweiten Stock die Leiche des Täters. Er hat sich selbst das Leben genommen.

14.30 Uhr: Die Ermittler ziehen eine erste Bilanz: Insgesamt wurden 27 Menschen verletzt, dabei wurden drei Jungen, ein Mädchen und ein Hausmeister von Schüssen getroffen. Bei den übrigen Verletzten handelt es sich um Polizisten, Schüler und Lehrer, die vor allem Rauchvergiftungen erlitten hatten.

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