Chronologie der Geiselnahme im Linien-Bus

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Chronologie der Geiselnahme im Linien-Bus

Am Freitag ist in Berlin nach einem Banküberfall ein Linienbus entführt worden.

HB/dpa BERLIN. Die Chronologie der bisherigen Ereignisse:

9.40 Uhr: Zwei Täter überfallen die Filiale einer Commerzbank in der Schloßstraße in Berlin-Steglitz, die direkt an einer Bushaltestelle liegt. Die Täter bedrohen zwei Mitarbeiterinnen mit einer Schusswaffe. Zur Höhe der Beute macht eine Banksprecherin keine Angaben. Während des Überfall befinden sich zwölf Mitarbeiter und sechs Kunden in der Bank. Alle erleiden einen Schock.

9.50 Uhr: Ein Täter flieht zu Fuß in unbekannte Richtung. Der zweite Räuber bringt einen Bus der Linie 185 in seine Gewalt. Wie viele Fahrgäste sich zu diesem Zeitpunkt in dem Bus befinden, ist zunächst unklar. Auch eine Polizistin ist an Bord. Der Bus beginnt eine Irrfahrt durch die Stadt. Unterwegs werden nach Angaben der Polizei an verschiedenen Stellen Fahrgäste freigelassen. Es sollen Schüsse gefallen sein.

Gegen 10.30 Uhr: Vier Polizeiautos versperren dem Bus den Weg und bringen ihn so auf dem Sachsendamm in Schöneberg zum Stoppen. Zahlreiche andere Polizeiautos und Spezialeinsatzkräfte treffen ein. Auch die Feuerwehr ist mit rund acht Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften vor Ort. Die Gegend wird weiträumig abgesperrt. Weitere Geiseln werden entlassen. Auch dem Busfahrer gelingt die Flucht. Bisher gibt es keine Verletzten.

11.30 Uhr: Die Polizei meldet, dass sich nur noch zwei Personen in der Gewalt des Täters befinden. Darunter ist weiterhin die Polizistin, die nach ersten Erkenntnissen im Zusammenhang mit dem Banküberfall in den Bus gestiegen ist. Bei der zweiten Geisel handelt es sich laut Polizei um einen Fahrgast. Unbestätigten Berichten zufolge droht der Geiselnehmer die Polizistin zu erschießen.

12.30 Uhr: Die Polizei bestätigt, im Kontakt mit dem Geiselnehmer zu sein. „Die Lage ist vollkommen unter Kontrolle“, sagt ein Sprecher. Der Radiosender „Berliner Rundfunk 91,4“ meldet, dass ein Telefoninterview mit der Polizistin an Bord geführt wurde. Zudem will der Sender auch mit dem Täter geredet haben. Er soll einen Hubschrauber für seine Flucht fordern. Der Sender berichtet, dass sich der Kidnapper versehentlich selbst ins Bein geschossen hat. Er sei aber nur leicht verletzt.

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