Clinton hat Unterstützung zugesagt
Steuer auf Flugtickets soll Aidskranke retten

Fünf Länder haben am Dienstag eine gemeinsame Initiative für eine bessere Medikamenten-Versorgung von Aids-Infizierten in armen Ländern gestartet. Unter der Führung von Frankreich wollen sie eine Solidaritätssteuer auf Flugtickets einführen.

HB NEW YORK. Insgesamt wollen sie jährlich 300 Millionen Dollar (236 Millionen Euro) sammeln, um damit Medikamente gegen Aids, Malaria und Tuberkulose zu finanzieren.

Damit soll Hunderttausenden Kindern in Entwicklungsländern das Leben gerettet werden. Das Projekt unter der der Schirmherrschaft der neu gebildeten Organisation Unitaid wurde am Rande der UN-Vollversammlung aus der Taufe gehoben. Neben Frankreich sind auch Brasilien, Chile, Großbritannien und Norwegen an der Initiative beteiligt.

Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat bereits Unterstützung zugesagt. Seine Stiftung will mit der pharmazeutischen Industrie um Preisnachlässe auf die dringend benötigten Aids-Medikamente verhandeln. Nur jedes zehnte Kind in Afrika, das an HIV erkrankt ist, bekomme lebensrettende Arzneimittel, so Clinton. Die von Frankreich initiierte Solidaritätssteuer auf Flugtickets sei eine faire Lösung. „Fliegen ist das Symbol für die Globalisierung. Und weil die Hälfte der Welt davon ausgeschlossen ist, warum sollten die wohlhabenden Länder nicht helfen“, so Clinton.

UN-Generalsekretär Kofi Annan nannte die Unitaid-Initiative eine „ermutigende Idee zur Finanzierung von Entwicklungshilfe“ und versprach die Unterstützung der Vereinten Nationen.

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