Clintons Memoiren - Abscheu über „sexuellen Begegnungen“ mit Lewinsky empfunden
Als Hillary ihren Bill auf die Couch verbannte

Der frühere US-Präsident Bill Clinton erklärt seine Affäre mit der einstigen Praktikantin Monica Lewinsky mit „alten Dämonen“, die ihn seit seiner Kindheit geplagten. Das geht aus seinen Memoiren mit dem Titel „My Life“ (Mein Leben) hervor, die am Dienstag offiziell auf den Markt kommen und über deren Inhalt US- Medien vorab berichteten.

HB WASHINGTON. So wurde Clinton der „New York Times“ vom Samstag zufolge nach eigenen Angaben angesichts eines turbulenten Familienlebens mit einem alkoholabhängigen, gewalttätigen Stiefvater von Schamgefühlen geplagt und entwickelte daraus resultierend einen Hang zur „Heimlichkeit“. Der Ex-Präsident enthüllte weiter, dass er nach dem Eingeständnis des Ehebruchs von seiner Frau Hillary aus dem ehelichen Schlafzimmer verbannt wurde und monatelang lang auf einer Couch im Weißen Haus schlief.

Der Leser erfährt auch, dass Hillary reagierte, als sei ihr in die Magengrube geboxt worden, als Clinton nach seinen langen Lügen schließlich die Karten auf den Tisch legte. Und verständlich, aber gleichwohl wenig beruhigend zu wissen: Die private Misere beschäftigte ihn auch in Zeiten, da er wichtige politische Entscheidungen zu fällen hatte. Unmittelbar nach seinem Geständnis, so schildert Clinton, habe er mehrere Tage damit verbracht, abwechselnd Hillary um Vergebung zu bitten und einen Vergeltungsschlag gegen El-Kaida-Terroristenchef Osama bin Laden wegen der Bombenanschläge von Tansania und Kenia zu planen.

Das Buch enthalte insgesamt wenig Neues, befand am Sonntag Michael Isikoff vom Magazin „Newsweek“. Die „New York Times“ war weniger schonungsvoll. Ihr Urteil über das Werk, das mit einer Startauflage von 1,5 Millionen Exemplaren alle bisherigen Rekorde für politische Sachbücher gebrochen hat: ein „Mischmasch“ aus allem Möglichen, an das sich Clinton erinnere, schlampig geschrieben, selbst beweihräuchernd und über weite Strecken schlicht langweilig. Und damit nicht genug. Die Memoiren spiegelten in vielerlei Hinsicht Clintons Präsidentschaft wider: Auf Grund eines Mangels an Disziplin seien gute Chancen vertan worden, heißt es in der Buchbesprechung, die auf der Seite eins der Sonntagausgabe prangte.

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