Columbia-Absturz: Kurz-Porträts der sieben Astronauten

Columbia-Absturz
Kurz-Porträts der sieben Astronauten

Beim Absturz der Raumfähre Columbia sind alle sieben Astronauten, fünf Männer und zwei Frauen, ums Leben gekommen.

dpa HAMBURG. An Bord des Space Shuttles waren:

  • Rick Douglas Husband:

    Der 45 Jahre alte Kommandant der Raumfähre war verheiratet und hatte zwei Kinder. Der Ingenieur war bereits einmal im All und hatte mehr als 235 Stunden Flugerfahrung. Schon als Kind träumte er von der Raumfahrt: „Das war ein Lebenstraum, und es ist einfach aufregend, ihn jetzt ausleben zu können“, sagte Husband vor dem Start zu seinem zweiten Flug ins All.
  • Ilan Ramon: Der 48-jährige Astronaut war der erste Israeli im All und wollte für sein Land „einen Traum erfüllen“. Keine 24 Stunden vor der Katastrophe schickte er seiner Frau und den vier Kindern die letzte E-Mail: „Obwohl hier alles so überwältigend ist, kann ich es nicht erwarten, Euch wiederzusehen und in die Arme zu schließen.“ Der Sohn einer Auschwitz-Überlebenden nahm die Zeichnung eines kleinen Jungen mit ins All, der im KZ ums Leben kam.
  • Kalpana C. Chawla:

    Die aus Indien stammende NASA-Astronautin, die in ihrer Freizeit gerne Fallschirm sprang, studierte zunächst in ihrer Heimat und zog dann in die USA. Dort promovierte sie an der Colorado-Universität. Später nahm die 41-Jährige die US- Staatsbürgerschaft an und heiratete den Fluglehrer Jean-Pierre Harrison. Chawla hatte mehr als 375 Stunden Erfahrung im All.
  • Laurel Clark:

    Die US-Navy-Ärztin war zum ersten Mal an Bord einer Raumfähre. Die 41-Jährige sollte eine Reihe von biologischen Experimenten an Bord durchführen. Die Mutter eines Kindes hatte Medizin an der Universität in Wisconsin studiert. In ihrer Freizeit liebte sie das Tauchen und Paragliding.
  • William C. McCool:

    Der Pilot der Raumfähre galt als sehr erfahren. Insgesamt hat der 41-Jährige 2800 Stunden in 24 verschiedenen Flugzeugen verbracht. Als eingefleischter Footballfan verfolgte er auch im All die Superbowl und war traurig, als seine Lieblingsmannschaft verlor.
  • Michael P. Anderson:

    Der 43-Jährige aus dem US-Staat Washington war schon 1998 an Bord der Raumfähre, die an der russischen Raumfahrtstation Mir andockte. Der verheiratete Oberstleutnant und Physiker war verantwortlich für die Wissenschaftsmission. An Bord der Columbia spielte er auch gerne Schach.
  • David M. Brown:

    Der 46 Jahre alte Marineoffizier aus Virginia war zum ersten Mal im All. Der Wissenschaftler arbeitete an zahlreichen biologischen Experimenten. Seiner Mutter schickte er aus dem All eine E-Mail, in der er beschrieb, wie schön die Welt von oben aussieht: „Wenn ich im All geboren wäre, würde ich mich mehr danach sehnen, die wunderschöne Erde zu besuchen, als ich jetzt das All sehen wollte.
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