QuickbornEin Fehler der Online-Bank Comdirect hat einen Hessen für wenige Stunden zum Multimillionär gemacht. 200 Millionen Euro - das ist eine Zahl mit acht Nullen - wurden seinem Online-Konto versehentlich gutgeschrieben. Der Mann konnte der Versuchung nicht widerstehen und überwies noch in der Nacht zehn Millionen Euro davon auf das Girokonto seiner Hausbank.
Der frisch gebackene Millionär konnte sich jedoch nur wenige Stunden an dem Geldsegen erfreuen: Die Bank forderte ihr Geld nach einem halben Tag zurück, denn dem Kunden sei nur „aufgrund eines technischen Fehlers fälschlicherweise ein deutlich zu hoher Betrag als verfügbarer Betrag angezeigt“ worden, sagte ein Sprecher der Commerzbank-Tochter.
Zusätzlich verlangte das Geldinstitut noch Zinsen, da nach der Rückbuchung das Kundenkonto ein stattliches Minus aufwies - schließlich hatte der Kunde einen Teilbetrag zu einer anderen Bank weitergeleitet und das Geld von dort nicht sofort zurückholen können.
Die satten 12 000 Euro an Überziehungszinsen will der Hesse jetzt zurück. Über seine Klage verhandelt das Landgericht Itzehoe am 3. Mai. Der Zugriff auf die Millionen war übrigens keine Straftat, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in einem ähnlichen Fall entschieden hat (5 StR 433/00). Der Kunde sei nicht einmal verpflichtet, die Bank auf den Fehler hinzuweisen. Er habe nur eine vorhandene Situation ausgenutzt.
Er hätte ja auch das Geld verschenken (Kinder in Afrika, Freundin, Familie) und anschließend Privatinsolvenz anmelden können... dann hätte die Bank richtig Spaß gehabt!
Dass ihm die Überziehungszinsen in Rechnung gestellt werden, finde ich völlig in Ordnung. Der kann ja nicht so doof gewesen sein, dass er wirklich gedacht hat das merkt keiner....
Viel überraschender finde ich, dass das keine Straftat sein soll. Etwas zu nehmen, was mir nicht zusteht ist doch ganz klar Diebstal!
26 Kommentare
Alle Kommentare lesen