Confed Cup in Russland
100 Tage bis zum Anpfiff

Der Countdown zum Confed Cup läuft. Plakate mit Fußballstars zieren Moskauer Bushaltestellen, die Behörden rühren die Werbetrommel für das Turnier, zu dem auch Deutschland kommt. Doch noch will der Funke nicht überspringen.
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MoskauDie Vorfreude auf den Confederations Cup in Russland kommt auf Schienen. Schrill quietscht der Zug, als er auf der zentralen Ringlinie einläuft. Die rot-blau bemalten Waggons machen in der Moskauer Metro Werbung für den Confed Cup diesen Sommer. „Fußball der Champions - Traum der Fans“, steht auf dem Zug mit dem FIFA-Logo.

Russland bereitet sich intensiv auf das Turnier der Champions vor, bei dem auch Weltmeister Deutschland antritt. In 100 Tagen, am 17. Juni, wird der Gastgeber gegen Neuseeland das Turnier eröffnen. Mit einem bunten Event an diesem Donnerstag in der Newa-Metropole St. Petersburg startet die russische Fußball-Prominenz den Countdown zum Anpfiff.

Für die stolze Sportnation Russland ist der Confed Cup ein wichtiger Testlauf vor der Heim-Weltmeisterschaft 2018. Doch die Begeisterung, die Politiker und Funktionäre verbreiten, will drei Monate vor dem Anstoß noch nicht so recht auf die Russen überspringen.

Bester Indikator: Der Ticketverkauf für die Spiele mit den stärksten Teams der Welt lahmt. Dass Europameister Portugal, Südamerika- Champion Chile und Afrikameister Kamerun in den Spielorten St. Petersburg, Moskau, Sotschi und Kasan auflaufen, lässt viele Russen vorerst kalt.

„Mir wurde gesagt, dass die Fans in Russland erst im letzten Moment Eintrittskarten kaufen. Ich rufe Sie auf, kaufen Sie Ihre Tickets früher“, appelliert FIFA-Funktionär Colin Smith vergangene Woche in Moskau. Bis Januar konnte die FIFA weltweit erst rund 82 000 Karten von insgesamt fast 700 000 verfügbaren Tickets verkaufen.

Es gebe noch offene Baustellen, räumt Cheforganisator Alexej Sorokin ein. Warum zum Beispiel erst ein lokaler Sponsor, eine russische Bank, feststehe, will ein Journalist bei einer Stadionbegehung an einem trüben Märztag von ihm wissen. Für Sekunden kommt Sorokin ins Grübeln, man könnte das Gras in der Arena des Traditionsclubs Spartak Moskau wachsen hören. „Das ist eine gute Frage“, sagt er und lächelt in die Kameras. „Interesse gibt es. Wir arbeiten daran.“

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100 Tage bis zum Anpfiff

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Ein „köstlicher Aperatif“

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