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„Costa Concordia“: Eine Insel bangt um ihre Zukunft

Die Situation um die gekenterte „Costa Concordia“ bleibt dramatisch: Di Vermissten-Suche stockt, das Schweröl kann nicht abgepumpt werden und nun bangen die Bewohner der Insel Giglio auch noch um ihr Urlaubsparadies.

Die Insulaner befürchten, das Wrack werde noch das ganze Jahr über dort liegen und ihnen die Touristensaison im Sommer verderben. Quelle: dpa
Die Insulaner befürchten, das Wrack werde noch das ganze Jahr über dort liegen und ihnen die Touristensaison im Sommer verderben. Quelle: dpa

Giglio/RomTaucher haben die gefährliche Suche nach Opfern in dem gekenterten Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ am Montag erneut hinausgeschoben. Der Krisenstab auf der Insel Giglio beriet tagsüber, ob die Suche angesichts einer leicht verbesserten Wetterlage wieder gestartet werden kann. Die Bergungsarbeiten waren am Sonntag unterbrochen worden, weil sich das Kreuzfahrtschiff etwas stärker bewegt hatte und höherer Wellengang herrschte. Unterdessen wächst unter den Insulanern die Angst, das Wrack werde noch das Jahr über dort liegen und ihnen die Touristensaison im Sommer verderben.

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Aufregung verursachte auf der toskanischen Urlaubsinsel die Einschätzung des Krisenstabsleiters Franco Gabrielli, das Schiff könne möglicherweise noch bis zu einem Jahr vor Giglio liegen. Nach der Sicherung des Wracks und den Vorbereitungen des Abtransports dürfte es sieben bis zehn Monate dauern, bis die „Costa Concordia“ geborgen sei, hatte Gabrielli am Sonntag erklärt. Die Insulaner fürchten nun um ihre Touristeneinnahmen und wollen einen Ausschuss gründen, der die Interessen der Inselbewohner vertreten soll.

Marinetaucher sprengten am Morgen ein weiteres Loch in die Schiffshaut, damit Taucher der Feuerwehr und der Küstenwache nach einem Einstieg auf der Höhe des fünften Decks ihre Arbeit wieder aufnehmen könnten. Mit dem Abpumpen der 2300 Tonnen Treibstoff in den Tanks des Schiffes kann frühestens in einigen Tagen begonnen werden.

17 Opfer der Schiffskatastrophe vom 13. Januar sind bisher geborgen worden, darunter fünf Deutsche. Insgesamt 16 Passagiere und Crewmitglieder werden nach Angaben der Präfektur im toskanischen Grosseto noch vermisst. Darunter sind sieben deutsche Passagiere.

Das fünfte deutsche Todesopfer stammt aus dem Landkreis Esslingen. Das gab das Landeskriminalamt in Stuttgart am Montag auf Anfrage bekannt. Bei der Toten handele es sich um eine 71 Jahre alte Frau aus Neuffen. Von einer 66-Jährigen aus Achstetten im Kreis Biberach, die ebenfalls seit dem Unglück vermisst wird, fehle weiterhin jede Spur. Das Auswärtige Amt hatte am Samstag das fünfte Todesopfer bestätgit.

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