Aus aller Welt
Dänen dürfen sich Nachnamen aussuchen

Da in Dänemark lebende Personen durch eine Personenkennzahl von den Behörden identifiziert werden, hat sich das Land nun das liberalste Namensrecht Europas gegeben. Dänen sollen ihren Nachnamen weitgehend selbst bestimmen können.

HB KOPENHAGEN. Eine entsprechende Gesetzesänderung kündigte Justizministerin Lene Espersen am Montag an. „Unsere bisherigen Bestimmungen sind in vielen Punkten zu restriktiv“, sagte sie. Nach den Plänen können künftig auch nicht verheiratete Paare einen gemeinsamen Nachnamen wählen, Adoptivkinder sich für den Nachnamen ihrer biologischen Eltern entscheiden und alle Bürger den Vornamen von Eltern, Großeltern oder Ehepartnern als Nachnamen annehmen. Auch die Annahme bisher in Dänemark nicht zugelassener ausländischer Nachnamen soll wesentlich erleichtert werden.

Schon nach derzeit geltendem Recht ist der Wechsel von Nachnamen in Dänemark auch ohne Eheschließung wesentlich leichter als in anderen europäischen Ländern. Hauptgrund dafür ist, dass jeder Bürger eine unveränderliche Personennummer hat, die sich aus dem Geburtsdatum sowie vier zusätzlichen Ziffern zusammensetzt. Diese Nummer wird von Behörden und Unternehmen stets zur Identifizierung von Personen verwandt, wodurch der Name zweitrangig wird.

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