Dänische Produzenten erwarten Preisanstieg
Weihnachtsbäume könnten ein Fünftel teurer werden

Für Weihnachtsbäume werden Kunden dieses Jahr wohl zum Teil deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. In Europa seien Preissteigerungen zwischen 15 und 20 Prozent zu erwarten, teilte der dänische Tannenbaum-Erzeugerverband am Donnerstag mit.

HB KOPENHAGEN. Die Nachfrage übersteige in diesem Jahr das Angebot. Dänemark ist Europas größter Exporteur von Weihnachtsbäumen. Erste Zahlen des Großhandels lassen im Vergleich zum vergangenen Jahr einen deutlichen Preisanstieg erwarten, wie der Manager des dänischen Tannenbaum-Erzeugerverbands, Kaj Oestergaard, der AP sagte. Die Preise seien zwischen 15 und 20 Prozent gestiegen, auch wenn man noch nichts Genaues sagen könne, sei dies der Trend. Der Preisanstieg sei gut für die Produzenten, die nun kein Geld mehr verlören, sagte Oestergaard. „Seit Jahren ging das Geschäft schlecht.“

Laut Oestergard liegt der Preis für eine Nordmanntanne, den beliebtesten Weihnachtsbaum, je nach Größe und Form zwischen 40 Kronen (rund 5,40 Euro) und 300 Kronen (rund 40 Euro). In Dänemark werden jährlich etwa neun Millionen Tannen gefällt, 85 Prozent davon werden ins Ausland verkauft. Der Großteil davon geht nach Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

Die Verbraucherzeitschrift „Guter Rat“ berichtete sogar über einen Preisanstieg bis zu 30 Prozent. Betroffen seien vor allem billige Tannen bei Discountern und in Baumärkten. Die besonders beliebten Nordtannen könnten drei bis fünf Euro pro Baum mehr kosten. Sehr preiswerte Bäume, die im vergangenen Jahr bei zehn bis elf Euro gelegen hätten, würden nun etwa 14 Euro kosten, schreibt die Verbraucher-Zeitschrift. Grund für die Preissteigerungen seien unter anderem Subventions-Streichungen durch die Europäische Union und die Reduzierung dänischer Anbauflächen.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatte Käufern bereits im vergangenen Jahr Preissteigerungen um bis zu zehn Prozent in Aussicht gestellt. Für die diesjährige Weihnachtsbaum-Saison hatte der Verband am Donnerstag zunächst noch keinen Überblick.

Die Nordmanntanne werde durchschnittlich 18 Euro pro Meter kosten, Blaufichten seien etwas günstiger zu haben, teilte der Verband der westfälischen Weihnachtsbaum-Erzeuger am Donnerstag in Eslohe mit. Als Grund nannte Verbandssprecher Meinolf Mütherich neben der allgemeinen Teuerung auch eine Verknappung des Angebotes. Die Qualität der Bäume sei in diesem Jahr aber besonders gut. Der regenreiche Sommer habe dem Christbaum gut getan: „Die Bäume sind sehr schön grün.“

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