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DAK Gesundheitsreport: Bundesbürger melden sich wieder häufiger krank

Beschäftigte in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr wieder häufiger krankgemeldet. Experten betrachten vor allem die Zunahme von psychischen Erkrankungen mit Sorge.

Im vergangenen Jahr haben sich wieder mehr Beschäftigte in Deutschland krankgemeldet. Quelle: ZBSP
Im vergangenen Jahr haben sich wieder mehr Beschäftigte in Deutschland krankgemeldet. Quelle: ZBSP

BerlinDie Bundesbürger haben sich im vergangenen Jahr wieder häufiger krankgemeldet: Der Krankenstand stieg auf 3,6 Prozent (2010: 3,4 Prozent) und damit auf den höchsten Stand seit 15 Jahren, wie aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK Gesundheit hervorgeht. Sorge bereitet den Experten dabei zum einen die Zunahme bei psychischen Erkrankungen. Zum anderen verwiesen sie angesichts der steigenden Zahl älterer Beschäftigter auf das Herzinfarkt-Risiko von Erwerbstätigen.

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Die DAK wertete die Krankschreibungen von 2,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten aus. Demnach lag die durchschnittliche Krankheitsdauer bei 13,2 Kalendertagen (2010: 12,5 Tage). Eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsmeldung lag für 47,8 Prozent der DAK-Versicherten vor - mehr als die Hälfte (52,2 Prozent) meldete sich 2011 also nicht krank.

Besonders häufig wurden Erwerbstätige wegen Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems, zum Beispiel Rückenerkrankungen, arbeitsunfähig geschrieben. Auf Platz zwei lagen Atemwegserkrankungen, gefolgt von Verletzungen bedingt beispielsweise durch Unfälle. An vierter Stelle folgten psychische Erkrankungen mit einem Anteil von 13,4 Prozent.

In den vergangenen 15 Jahren hat sich ihr Anteil am Krankenstand damit mehr als verdoppelt, wie die DAK mitteilte. „Die durchschnittliche Krankschreibung bei psychischen Leiden liegt bei rund 30 Tagen“, erklärte Herbert Rebscher, Chef der DAK Gesundheit. Ein Monat Arbeitsausfall sei ein betriebswirtschaftliches Risiko, so dass es sich lohne, hier zu investieren.

Frauen meldeten sich häufiger arbeitsunfähig als Männer. In Bezug auf das Alter ergab die Auswertung, dass jüngere Arbeitnehmer häufiger krank waren, dann allerdings kürzer als Ältere. Die durchschnittliche Erkrankung eines 15- bis 19-Jährigen dauerte beispielsweise 5,3 Tage, die eines 55- bis 59-Jährigen 18,3 Tage.

Die Branchen mit den niedrigsten Krankenständen waren 2011 der Bereich Bildung, Kultur und Medien mit 2,7 Prozent sowie der Bereich Banken und Versicherungen (3,0 Prozent). Den höchsten Krankenstand weisen die Öffentliche Verwaltung mit 4,2 Prozent und das Gesundheitswesen mit 4,1 Prozent auf.

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