Das Warten auf "Harry Potter and the Half-Blood Prince" hat ein Ende
Um 00:01 geht das große Lesen los

Endlich hat das Warten ein Ende. In der Nacht zum Samstag werden die ersten Exemplare des sechsten Harry Potter-Bandes ausgegeben. Damit die Fans "Harry Potter and the Half-Blood Prince" so schnell wie möglich lesen können, macht der Buchhandel Überstunden. 70 "Jungreporter" sind für eine nächtliche Lesung mit Joanne K. Rowling im schottischen Edinburgh Castle akkreditiert worden.

HB London/Hamburg. Das Warten hat ein Ende: Um 00.01 Uhr (01.01 Uhr MESZ) an diesem Samstag fällt in Großbritannien der Startschuss für den sechsten Band der „Harry Potter“-Reihe. Die Fans sind gespannt: Wie bei den vorigen Bänden haben die Autorin, Joanne K. Rowling, und ihr Verlag Bloomsbury über den Inhalt von „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ (etwa: Harry Potter und der Halbblutprinz) kaum etwas verraten. Dennoch ist das Buch schon vor dem Erscheinen ein globaler Bestseller.

Auch Journalisten durften vor dem Stichdatum kein Exemplar in die Hand bekommen. Selbst nachdem einige Bücher in den USA und Kanada aus Versehen vorher verkauft wurden, sickerte nichts durch. In Kanada hatte auch der Vertrieb eine gerichtliche Verfügung erwirkt, die die Besitzer zum Schweigen verpflichtet. Bekannt ist nur, dass wieder eine Romanfigur stirbt.

Wer das ist, erfahren vielleicht die 70 „Jungreporter“ als Erste, die über die Buchpremiere in der Nacht zum Samstag im schottischen Edinburgh Castle berichten sollen. Die 8- bis 16-Jährigen werden in Pferdekutschen an die Esplanade des Schlosses gebracht. Um eine Minute nach Mitternacht wird Rowling ihnen aus dem Buch vorlesen. Das Ereignis soll in vielen Ländern im Fernsehen übertragen werden. Die Kinder können das Buch am Wochenende lesen und die 39 Jahre alte Autorin am Sonntag auch dazu befragen.

Insgesamt 270 Millionen Exemplare der ersten fünf Bücher wurden nach Angaben des Hamburger Carlsen Verlages schon weltweit verkauft. Band 6 soll den Erfolg weiterführen. Laut Branchenmagazin „Buchreport“ werden in den USA 10,8 Millionen Exemplare gedruckt - nach Angaben des Verlages Scholastic die weltweit höchste Startauflage eines Buches überhaupt.

Auch in Deutschland ist der Sturm auf das englische Original groß: Bei der Münchner Zentrale des Online-Buchhändlers Amazon.de sind über 110 000 Vorbestellungen eingegangen. Branchenschätzungen zufolge könnte das Buch den bisher größten Erfolg des 2003 erschienenen Bandes „Harry Potter und der Orden des Phönix“ übertreffen - eine halbe Million verkaufte Exemplare in Deutschland.

Zur Buchpremiere werden mehr als 1000 Buchhandlungen in Großbritannien um Mitternacht ihre Türen öffnen. In Deutschland erwarten die Buchhändler den großen Ansturm erst zum Start der deutschen Version am 1. Oktober. Viele Geschäfte werden am Samstag dennoch im Zeichen des Zauberlehrlings mit der Stirnnarbe stehen.

Beim größten Berliner Kulturkaufhaus Dussmann beginnt der „Potter“-Trubel am Morgen um 7.45 Uhr - eine Anspielung auf das Gleis „9 3/4“ des Hogwarts-Expresses. Die Mitarbeiter sollen in „Harry- Potter“-Kluft für Stimmung sorgen. Hugendubel will ein Großteil seiner Filialen früher öffnen. Bei Schmorl & Seefeld in Hannover verkaufen die als Romanfiguren verkleideten Mitarbeiter auch schon ab 7.00 Uhr vor dem Laden den neuen „Harry Potter“. Und die Karlsruher Buchhandlung Braunsche liefert den Kunden, die vorbestellt haben, schon um 01.00 Uhr die englische Ausgabe ins Haus.

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