"Das Werk einer geschmacklosen Betrügerin“
Totgesagter meldet sich gesund zurück

Ein per Zeitungsanzeige fälschlich für tot erklärter Professor aus Mainz ist am Freitag gesund und munter im Institut für Kunstgeschichte der Universität aufgetaucht. „Es geht mir den Umständen entsprechend sehr gut“, sagte der 65-jährige Prof. Dethard von Winterfeld in Mainz mit Blick auf die lancierte Falschmeldung.

HB MAINZ/FRANKFURT. Der renommierte Kunsthistoriker und pensionierte Institutsleiter forscht und lehrt seit 1984 in Mainz und war von 1988 bis 1992 Vorsitzender des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker.

Zu den Hintergründen der falschen Todesnachricht wollte sich von Winterfeld nicht äußern. Die Todesanzeige war zu Silvester im Namen der Ehefrau und der Angehörigen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) erschienen. Am Freitag druckte die FAZ einen Widerruf. Die Todesanzeige „entspricht glücklicherweise nicht den Tatsachen und ist das Werk einer geschmacklosen Betrügerin“, heißt es darin.

Eine Mitarbeiterin der FAZ teilte auf Anfrage mit, dass die falsche Todesanzeige „der dritte Fall in 40 Jahren“ sei. Die letzte falsche Anzeige vor dem jüngsten Fall habe schon mehr als 30 Jahre zurückgelegen. Die Hochschule bezeichnete den Vorfall als „außerordentliche Geschmacklosigkeit“.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%