Datendiebstahl
Weniger Schaden durch „Skimming“ an Geldautomaten

2016 wurden bisher über 150 Geldautomaten manipuliert, um Kundendaten auszuspähen – mehr als noch 2015. Der durch Datendiebe verursachte Schaden hingegen lag mit rund 1,6 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr.
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FrankfurtDatendiebe haben an Geldautomaten in Deutschland in diesem Jahr wieder häufiger zugeschlagen - doch der Schaden durch „Skimming“-Angriffe ist auf ein Rekordtief gesunken. Bis einschließlich November manipulierten Kriminelle bundesweit 153 Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen.

Der Bruttoschaden summierte sich nach Angaben von Euro Kartensysteme in den elf Monaten auf rund 1,6 Millionen Euro. Die Frankfurter Einrichtung kümmert sich im Auftrag der deutschen Kreditwirtschaft um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre steigen die Zahlen im Dezember - wenn überhaupt - kaum noch an. Im Gesamtjahr 2015 wurden 118 Fälle mit einem Schaden von 2,7 Millionen Euro registriert.

Im laufenden Jahr schlugen Kriminelle in sieben von zehn Fällen in Berlin zu (108 Fälle). In Ostdeutschland gab es ansonsten kaum „Skimming“-Angriffe. Auf Platz zwei der Statistik rangiert der Stadtstaat Hamburg mit 15 Fällen, vor Nordrhein-Westfalen mit 7.

Dass die Schadenssumme seit Jahren sinkt, erklären Experten vor allem mit der Einführung moderner EMV-Technik. EMV-Karten sind mit einer Art Mini-Computer ausgestattet: Der Datensatz wird verschlüsselt, die Karte bei Gebrauch auf Echtheit geprüft - und zwar bei jedem Einsatz sowohl am Geldautomaten als auch an der Ladenkasse. Weil sich diese Technik weltweit zunehmend durchsetzt, können gestohlene Kartendaten in immer weniger Staaten missbräuchlich eingesetzt werden.

Zu einem viel größeren Problem hat sich das Thema Diebstahl von Zahlungskarten entwickelt: Fast 11 400 Fälle zählte die Branche von Januar bis einschließlich November in Deutschland, der Bruttoschaden erhöhte sich von 13,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 14,2 Millionen Euro. Banken und Sparkassen ersetzen ihren Kunden in der Regel solche Schäden - ebenso wie die aus „Skimming“-Angriffen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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