Definitives Untersuchungsergebnis für Dienstag Morgen erwartet: Ansteckungsgefahr durch Vogelgrippe nicht gestiegen

Definitives Untersuchungsergebnis für Dienstag Morgen erwartet
Ansteckungsgefahr durch Vogelgrippe nicht gestiegen

Trotz weiterer Todesfälle durch die Vogelgrippe ist die Ansteckungsgefahr für Menschen nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht gestiegen. Einen Vogelgrippeverdacht in Hamburg konnte das Tropeninstitut in der Hansestadt weitgehend entkräften.

HB GENF/HANOI/HAMBURG. Klinisch spreche bei der aus Thailand zurückgekehrten Frau nichts für die Krankheit. Endgültige Klarheit sollte das Ergebnis der molekularen Untersuchung ergeben, das für Dienstagmorgen erwartet wurde. In Asien greift die Vogelgrippe weiter um sich und hat erneut zwei Menschen getötet. Damit stieg die Opferzahl auf zwölf.

Die Gefahr einer Übertragung von Mensch zu Mensch sei weiter sehr gering, sagte am Montag der Chef der Leiter des WHO-Grippeprogramms, Klaus Stöhr, in Genf. „Wir wollen das nicht herunterspielen, aber unsere Besorgnis ist nicht gewachsen.“ Das habe sich auch nach dem Bekanntwerden von zwei Fällen bei Schwestern in Vietnam nicht geändert, bei denen sich zunächst ein direkter Kontakt mit infiziertem Geflügel nicht habe nachweisen lassen. Stöhr betonte, dass sich das die Vogelgrippe auslösende Virus H5N1 nach Erkenntnissen der WHO nicht genetisch verändert habe.

Im ZDF-„heute journal“ verwies Stöhr am Montagabend darauf, dass durch die Vogelgrippe bislang nur eine „geringe Anzahl“ von Menschen getötet worden sei. Dennoch sei die Todesfallrate mit mehr als 80 Prozent sehr hoch.

Der Patientin in Hamburg gehe es nach Auskunft der behandelnden Ärzte sehr gut, sagte der Leiter des Hamburger Bernhard-Nocht- Instituts für Tropenmedizin, Bernhard Fleischer. „Wenn man aus Asien kommt und Fieber hat, kann es viel sein, aber es sieht nicht nach Influenza aus.“ Am Montag waren zwei Frauen von der Feuerwehr in das Tropeninstitut gebracht worden. Eine Patientin war von einer Thailandreise zurückgekehrt und litt unter „unspezifischen, allgemeinen Symptomen. Die zweite Frau sei als ihre Begleiterin aus Vorsichtsgründen aufgenommen worden.

Das Risiko einer Ausbreitung der Vogelgrippe nach Europa schätzte Fleischer als relativ gering ein. So bestehe ein Importverbot für Geflügel aus den gefährdeten Ländern. Außerdem gebe es ein wirksames Grippe-Medikament, sagte der Professor. Deutschland ist nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) bei einem möglichen Übergreifen der Vogelgrippe ohnedies gerüstet. „Wir sind gut aufgestellt“, sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Der Notfall- Plan der Bund-Länder-Arbeitsgruppe für den Fall weltweiter Epidemien befinde sich in der Endabstimmung. Der Plan regele unter anderem Medikamenten-Vorräte sowie die Impfstoff-Entwicklung und -Zulassung.

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