Demographie
Fragwürdige Geschäfte mit Frauenmangel in Indien

Wegen Mangels an jungen Frauen haben Stammesangehörige im westindischen Bundesstaat Gujarat nach einem Zeitungsbericht mit der „Vermietung“ ihrer Ehefrauen begonnen. In Indien werden weibliche Föten deutlich häufiger abgetreiben als männliche.

HB NEU DELHI. Die Ehemänner gäben ihre Frauen für einen Monat an Männer aus höheren Kasten, berichtete die „Times of India“ am Montag. So hätte ein Ehemann umgerechnet 140 Euro pro Monat für seine Frau verlangt. Die Anzahl der Vermittler, die entsprechende Geschäfte einfädelten, nehme zu, hieß es.

In Gujarat und anderen Bundesstaaten wie Punjab oder Haryana gibt es immer weniger Mädchen. Obwohl die Feststellung des Geschlechts vor der Geburt in Indien verboten ist, wurden nach Schätzungen alleine in den vergangenen zehn Jahren rund zehn Mill. weibliche Föten abgetrieben. In manchen Regionen kommen inzwischen weniger als 800 Mädchen auf 1000 Jungen.

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