Der „Acquabomber“ treibt weiterhin sein Unwesen
Acquabomber: Italiener überprüfen Wasserflaschen

Von Südtirol bis Sizilien hat ein neues Ritual Einzug gehalten: das Untersuchen von Wasserflaschen vor dem Trinken. Besorgte Italiener untersuchen ihre Mineralwasserflaschen minutiös auf Einstich-Löcher, dann schnuppern sie an der gerade geöffneten Plastikflasche. Das Auftauchen von mit Putzmittel verseuchtem Wasser hat ganz Italien kurz vor Weihnachten in Angst gestürzt.

HB ROM. Bisher gab weit über 100 Fälle, zahlreiche Menschen mussten mit Bauchkrämpfen und Vergiftungserscheinungen in Krankenhäuser gebracht werden. Die Medien nennen den oder die Wasser-Attentäter schlicht „Acquabomber“ und sprechen von einer „Psychose“ im Land. Die Polizei hat noch immer keine heiße Spur von den Tätern.

Besonders rätselhaft ist die Tatsache, dass das Wasser stets mit minimalen Mengen von Reinigungs- oder Bleichmittel verseucht wird, die eigentlich keine gravierenden Gesundheitsschäden verursachen. Fast alle Opfer können bereits nach wenigen Stunden wieder die Krankenhäuser verlassen. Deshalb könnten die Täter in den Vertriebsfirmen zu finden sein, die aus noch ungeklärten Gründen den Herstellern schaden wollen, spekulieren Zeitungen.

Betroffen sind fast alle Mineralwassermarken. Ein Sprecher der Mineralwasser-Industrie erklärte jedoch im italienischen Fernsehen: „Bisher ist noch keine Flasche weniger verkauft worden, es gibt absolut keine Umsatzeinbrüche.“ Nur wenige haben scheinbar den Rat von Gesundheitsminister Girolamo Sirchia befolgt, der seine Landsleute seit Tagen auffordert: „Trinkt vorerst nur Leitungswasser, es ist absolut sicher und wird ständig kontrolliert.“

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