Der ehemalige DDR-Chef in den Medien
Das Bildnis des Erich Honecker

Zum 100. Geburtstag von Erich Honecker ist ein bizarrer Wettstreit entbrannt. Zwei Zeitungen überbieten sich bei der Veröffentlichung von Fotos des ehemaligen DDR-Staatschefs. Ein mehr als zweifelhafter Vorgang.
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DüsseldorfVor 20 Jahren verließ Erich Honecker das wiedervereinte Deutschland und folgte Ehefrau und Tochter nach Santiago de Chile, wo er am 29. Mai 1994 im Alter von 81 Jahren starb. Medial totzukriegen ist der ehemalige Staatschef der DDR jedoch nicht. Immer wieder tauchen Details aus seinem Leben auf, die von der Presse bereitwillig aufgegriffen und verbreitet werden, und seien diese noch so unbedeutend, etwa die Tatsache, dass er Dosenbier aus dem Westen trank und im vollausgestatteten Range Rover herumfuhr, während sich alle anderen mit ihren Ladas, Trabis und Wartburgs herumplagen mussten.

Der historische Wert solcher Informationen ist gering, immerhin entlarven sie auf anschauliche Weise das kaputte, betrügerische System, das sich selbst, und zum Hohn aller darin lebenden Bürger, „Volksdemokratie“ nannte.

Befremdlich – und äußerst fragwürdig – wird es, wenn sich die Presse rühmt, die meisten Fotos von Honecker veröffentlicht zu haben. So geschehen dieser Tage bei „Welt kompakt“ und der linken Tageszeitung „Junge Welt“, die sich einen bizarren Wettstreit lieferten. Am Freitag druckte das Springer-Erzeugnis 44 Bilder des SED-Parteichefs und knackte damit nach eigenen Angaben die Bestmarke des sozialistischen und linientreuen Blatts „Neues Deutschland“ aus dem Jahr 1987, das seinerzeit 43 Schnappschüsse in einer Ausgabe präsentierte.

Dem wollten die Kollegen aus dem linken Lager der „Jungen Welt“ offenbar in nichts nachstehen und veröffentlichten, „dem sozialistischen Wettbewerb verpflichtet“, wie es heißt, zum 100. Geburtstag von Honecker am heutigen Samstag genau 100 Fotos. Als „Bonusmaterial“ dokumentiert das Blatt, ehemaliges Zentralorgan der SED-Jugendorganisation FDJ, „zudem die politische Erklärung des DDR-Staats- und Regierungschefs vor dem Berliner Landgericht am 3. Dezember 1992 als erste Tageszeitung im Wortlaut“. Das Ganze erscheint auf einer Doppelseite – dieses Mal ohne Bild.

Die Zeitungsmacher aus Berlin gehen von einem Erfolg aus – und haben sogar kurzfristig die Auflage erhöht, die aktuell bei ca. 50.000 Lesern liegt. Außerdem soll es den „alten Erich“ demnächst wieder auf einer Briefmarke geben. Zum Anlass des 25. Gründungsjubiläums der Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft hatte die DDR 1972 eine Briefmarke mit dem Konterfei Honeckers an der Seite des sowjetischen Staats- und Parteichefs Breschnew aufgelegt. Nun sind die Leser der Zeitung aufgerufen, eigene Marken zu kreieren und einen Brief an die „Junge Welt“ damit zu frankieren. Den ersten drei Einsendern winken Buchprämien in Höhe von 100 Euro.

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Das Bildnis des Erich Honecker

Seite 2:

Honecker als Kaufgrund?

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  • Offensichtlich hat der Schreiber dieses Artikels uebersehen, dass die Photos auf Seite 3 de jungenWelt vom Samstag durchaus satirisch gemeint war. Den Kindergartenwettbewerb hat die Springepresse gestartet. Wahrscheinlivh weil die so demokratisch sind und so einen serioesen Journalismus biten?

  • Wenn sie Dummmmheit hassen dann fangen sie mal an mit den Versuch Wissen zu erwerben, sie Scwätzer

  • Endlich mal was Beispielhaftes, sowohl von der Orthographie her als auch vom Inhalt :-))

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