Der Hurrikan verschont Mexiko und nimmt Kurs auf die USA
Ivan rast über Kuba hinweg

Trotz großer Zerstörungen hat Ivan auf Kuba offenbar keine Menschenleben gefordert. Die mexikanische Karibikküste blieb gänzlich von dem Hurrikan verschont. Er drehte in Richtung US-Küste ab.

HB MEXIKO STADT/MIAMI. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde hat Ivan am Montag den Westen Kubas heimgesucht. Ersten Berichten zufolge wurden zahllose Bäume entwurzelt, Strommasten umgeworfen, Straßen und Wege unterbrochen und Häuser durch Sturmfluten unter Wasser gesetzt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Prensa Latina meldete, wurden aber weder Tote noch Verletzte registriert.

Auf Kuba waren in den vergangenen Tagen mehr als 1,3 Millionen Menschen vom Zivilschutz in Sicherheit gebracht worden. Staatschef Fidel Castro leitete in in der westlichen Provinz Pinar del Río persönlich die Katastrophenschutzarbeiten.

Am späten Montagabend hatte der Zyklon, der bisher mehr als 60 Menschen das Leben kostete, Kuba schon hinter sich gelassen. Er nahm Kurs auf die US-Küste des Golfs von Mexiko. Für einen etwa 750 Kilometer breiten Küstenabschnitt rund um New Orleans wurde eine Hurrikan-Vorwarnung gegeben.

Am Montag hatte sich Ivan auch dem mexikanischen Karibik-Badeort Cancún bis auf etwa 170 Kilometer genähert. Dort durften die Touristen ihre Hotels nicht mehr verlassen, der Kreuzfahrtverkehr wurde an der ganzen Küste eingestellt. Am späten Abend drehte der Sturm ab.

Ivan war Anfang voriger Woche in die Karibik eingefallen. Am schwersten getroffen wurde bisher die Insel Grenada, wo mindestens 35 Menschen getötet und 90 Prozent aller Häuser in der Hauptstadt St. George's zerstört oder beschädigt wurden. Auf Jamaika kamen zwischen Freitag und Samstag 17 Menschen ums Leben. Wie erst am Montag bekannt wurde, ertranken auch in Haiti drei Menschen in den Regenfluten. Unwettertote gab es außerdem in Venezuela, Kolumbien und in der Dominikanischen Republik. Auf den Cayman-Inseln entstand erheblicher Sachschaden.

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