Der Showmaster ist tot
Rudi Carrell ist „friedlich eingeschlafen“

Rudi Carrell ist tot. Im Alter von 71 Jahren erlag der Entertainer schon am Freitag seinem schweren Krebsleiden. Bekannt wurde sein Tod erst am Montagmorgen. Seinen Humor, für den ihn Millionen Menschen liebten, hatte sich Carrell bis zuletzt bewahrt.

HB SYKE/BREMEN. „Er ist friedlich eingeschlafen“, sagte Carrells Schwiegersohn Dieter Klar am Montag. Ein Teil der Familie sei bei ihm im Krankenhaus in Bremen gewesen. Der Showmaster musste jede Woche zur Routineuntersuchung in die Klinik. Diesmal sollte er auf Wunsch der Ärzte zwei Tage länger bleiben. Dass er die Klinik nicht wieder verlassen konnte, „hatte sich vorher nicht abgezeichnet“, sagte Klar. Carrell hat drei erwachsene Kinder und vier Enkelkinder. Seit 2001 war er in dritter Ehe mit Simone verheiratet.

Carrell, der mit Shows wie „Am laufenden Band“ fast vier Jahrzehnte deutsche Fernsehgeschichte schrieb, war im Frühjahr 2005 an Lungenkrebs erkrankt. Seitdem lebte er zurückgezogen auf seinem Gutshof in Syke bei Bremen. Der Fernsehkomiker mit dem charmanten holländischen Akzent war 1975 auf das Anwesen gezogen.

Eine offizielle Trauerfeier wird es auf Wunsch von Carrell nicht geben. „Er wollte es so unauffällig wie möglich“, sagte Klar. Eine Trauerfeier im engsten Kreis mit den Enkelkindern und Verwandten aus Holland habe schon am Sonntag stattgefunden. „Wir wussten seit eineinhalb Jahren von der Krankheit und wir waren auf den Abschied vorbereitet.“ Wo Rudi Carrell beigesetzt wird, steht noch nicht fest. Sein Sohn Alexander lebt in Australien und wird nächste Woche erwartet.

Carrell hatte sich längst mit seinen Tod abgefunden. „Dann ist es eben aus“, hatte er einmal gesagt. „Ich werde noch lange als Wiederholung weiterleben“, sagte er und verabschiedete sich mit rührenden Dankesworten: „Deutschland hat mir zehn Mal mehr gegeben, als ich mir je erhofft habe... Ich verdanke diesem wunderbaren Land mein Leben.“

Über den Ausbruch der Krankheit war er nach eigenen Angaben nicht überrascht. „Hätte ich eigentlich schon längst haben müssen“, meinte Carrell in einem seiner letzten Interviews. Der passionierte Raucher hatte die Zigaretten erst mit Ausbruch der Krankheit beiseite gelegt.

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