Der Zug des Hurrikans
Chronik: „Katrina“ wütet über den USA

Im Süden der USA hat der Hurrikan „Katrina“ eine Schneise der Verwüstung geschlagen und dabei zahlreiche Menschen in den Tod gerissen. Hier eine Chronik der Ereignisse:

25. August: Der Südosten Floridas bereitet sich am Nachmittag auf die Ankunft von „Katrina“ vor, die sich als Tropensturm der Küste nähert. Für den Abschnitt von Vero Beach und Florida City gilt eine Hurrikanwarnung. Am Abend hat „Katrina“ wenige Kilometer vor der Ostküste Floridas an Kraft gewonnen und wird zum Hurrikan hochgestuft.

26. August: „Katrina“ zieht in der Nacht mit unerwarteter Zerstörungskraft über Florida hinweg. Sieben Menschen kommen ums Leben. Mehr als 1,3 Mill. Menschen sind ohne Strom, weil herunterfallende Äste die Leitungen beschädigten. Der Hurrikan tankt wieder Kraft über dem Golf von Mexiko. Die US-Bundesstaaten Mississippi und Louisiana rufen den Notstand aus.

27. August: Präsident George W. Bush erklärt Louisiana mit der Jazzmetropole New Orleans zum Katastrophengebiet. In Louisiana beginnt die Flucht vor dem Hurrikan ins Landesinnere.

28. August: „Katrina“ wird auf die höchste Kategorie fünf heraufgestuft. Mit Windgeschwindigkeiten von 256 Stundenkilometern im Zentrum steuert sie auf die Südostküste zu. Mittags wird New Orleans zwangsevakuiert. 80 % der 485 000 Einwohner flüchten Richtung Norden. Die Zufahrtstraßen werden zu Einbahnstraßen erklärt. An Tankstellen geht das Benzin aus.

29. August: Mittags erreicht der Hurrikan mit schweren Sturmböen die Küste. In der Südstaatenmetropole New Orleans gehen nach einem Stromausfall die Lichter aus, Teile des Telefonnetzes sind lahm gelegt. Im Football-Stadion „Superdome“ mitten in der Stadt suchen etwa 10 000 Menschen Zuflucht. Nachmittags peitschen Orkanböen und sintflutartige Regenfälle über Land. Bäume werden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Strommasten umgeknickt, Krankenhäuser stehen unter Wasser. Die ersten Pumpen, die die unter dem Meeresspiegel liegende Stadt trocken halten, fallen aus. Abends verliert „Katrina“ viel Kraft und wird zum Tropensturm herabgestuft. Das Ausmaß der gewaltigen Schäden wird allmählich sichtbar: Ganze Stadtviertel stehen zwei bis drei Meter unter Wasser, mehr als eine Million Haushalte sind ohne Strom. Experten schätzen die Schäden auf mehr als 30 Mrd. Dollar (24,5 Mrd. €).

30. August: Der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, spricht von mehreren Toten. 80 % von New Orleans stünden unter Wasser. Mindestens 20 Häuser seien eingestürzt. Mehr als 200 Bewohner warteten auf ihren Dächern auf Hilfe. Insgesamt geben die Behörden die Zahl der Toten im Katastrophengebiet mit mindestens 54 an. Am Mittag können die Rettungsdienste viele Gebiete, die von der Außenwelt abgeschnitten sind, noch nicht erreichen. In Teilen von New Orleans steigen nach einem Dammbruch am Pontchartrain-See die Wassermassen noch an. Aus einem Krankenhaus werden Patienten mit Rettungshubschraubern in Sicherheit gebracht.

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