Deutsche Filmakademie wählt Preisträger
Rennen um den Deutschen Filmpreis beginnt

Am 8. Juli jährt sich in Berlin die Verleihung des Deutschen Filmpreises: Am Montag wurden die Nominierungen bekannt gegeben, an deren Spitze die deutsch-jüdische Familienkomödie „Alles auf Zucker“ (zehn Nominierungen) als großer Favorit steht. Es folgt Schlöndorffs Holocaust-Drama „Der neunte Tag“ mit insgesamt acht Nominierungen.

HB BERLIN. In der Kategorie Bester Spielfilm konkurrieren außerdem „Sophie Scholl - Die letzten Tage“ von Marc Rothemund, „Die fetten Jahre sind vorbei“ von Hans Weingartner, „Agnes und seine Brüder“ von Oskar Roehler und „Der Wald vor lauter Bäumen“ von Maren Ade um die begehrte Trophäe. Das teilten die Deutsche Filmakademie und Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) am Montag in Berlin mit.

Bereits die Nominierung für den besten Spielfilm ist mit 250 000 Euro verbunden. Der mit insgesamt fast 2,9 Mill. Euro dotierte Filmpreis, die Lola, wird am 8. Juli in Berlin in 16 Kategorien verliehen.

Bernd Eichingers Film „Der Untergang“ erhielt nur drei Nominierungen: Hitler-Darsteller Bruno Ganz tritt in der Kategorie Beste männliche Hauptrolle gegen Ulrich Matthes und August Diehl (beide „Der neunte Tag“) sowie Henry Hübchen („Alles auf Zucker“) an. Für die beste weibliche Nebenrolle sind die „Untergang“- Darstellerinnen Corinna Harfouch und Juliane Köhler neben Katja Riemann („Agnes und seine Brüder“) und Ingeborg Westphal („Kammerflimmern“) nominiert.

Für die Kategorie Beste weibliche Hauptrolle wählte die Filmakademie Hannelore Elsner („Alles auf Zucker“), Julia Jentsch („Sophie Scholl - Die letzten Tage“) und Jessica Schwarz („Kammerflimmern“) aus. Als beste männliche Nebendarsteller sind Udo Samel („Alles auf Zucker“), Uwe Ochsenknecht („Vom Suchen und finden der Liebe“) und Burghart Klaußner („Die fetten Jahre sind vorbei“) nominiert.

Chancen in der Kategorie Beste Regie haben Dani Levy, Volker Schlöndorff und Hans Weingartner. Levy ist für „Alles auf Zucker“ außerdem für das beste Drehbuch nominiert, sein Film für den besten Schnitt, das beste Szenenbild, die besten Kostüme und die beste Filmmusik.

In der Kategorie Bester Kinder- und Jugendfilm gehen „Die Wilden Kerle 2“ von Joachim Masannek und „Lauras Stern“ von Thilo Graf Rothkirch und Piet de Rycker (Nominierungsprämie jeweils 125 000 Euro) an den Start. Als bester Dokumentarfilme sind „Rhythm is it!“ von Thomas Grube und Enrique Sánchez Lansch sowie „Touch the Sound“ von Thomas Riedelsheimer (Nominierungsprämie jeweils 100 00 Euro) nominiert. Der Ehrenpreis für ein Lebenswerk wird erst während der Preisverleihung bekannt gegeben. Durch die Gala in der Philharmonie führt Michael „Bully“ Herbig.

Erstmals werden die Gewinner des Filmpreises in diesem Jahr von der neu geschaffenen Deutschen Filmakademie ausgewählt, der alle bisherigen Preisträger sowie weitere Schauspieler, Regisseure und Produzenten angehören. Die Preisgelder vergibt aber weiter Kulturstaatsministerin Weiss.

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