Deutscher Umweltpreis
Gorbatschow für Öko-Engagement ausgezeichnet

Bundespräsident Christian Wulff hat am Sonntag in Bremen den mit 500 000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis verliehen und mehr Anstrengungen für den Klimaschutz angemahnt. Einen Ehrenpreis für sein internationales Engagement in ökologischen Fragen erhielt Michael Gorbotschow.
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HB BREMEN. Der Deutsche Umweltpreis ging am Sonntag an den Mitgeschäftsführer des Öko-Instituts Freiburg, Rainer Grießhammer. Außerdem wurden die Laserpioniere Edwin Büchter und Winfried Barkhausen aus Nordrhein- Westfalen ausgezeichnet. Bei einem Festakt im Bremer Musical Theater erhielt der sichtlich gerührte ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef, Michail Gorbatschow, den Ehrenpreis für sein Engagement für den internationalen Umweltschutz.

Grießhammer einerseits sowie Barkhausen und Büchter andererseits bekommen jeweils 245 000 Euro; Gorbatschow 10 000 Euro. Der Deutsche Umweltpreis wird seit 1993 jährlich vergeben und prämiert vorbildliche Leistungen im Umweltschutz.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die den Preis vergibt, würdigte den 57 Jahre alte Grießhammer als vielseitigen Vordenker, Forscher und Vermittler des Umweltschutzes und als „Leitfuchs des Öko-Instituts“. Er habe mit dafür gesorgt, dass es heute Ökobilanzen von Haushaltsgeräten, Kunststoffen oder Textilien gebe, mit denen Verbraucher leicht verschiedene Produkte anhand von ökologischen und wirtschaftlichen Kriterien miteinander vergleichen können.

Die Ingenieure Barkhausen (51) und Büchter (41) haben ein Reinigungsverfahren für die Industrie mit einem Laser entwickelt. Damit können Materialien oder Werkzeuge etwa im Auto- oder Flugzeugbau ohne gefährliche Chemikalien gereinigt oder von Lack befreit werden. So werde bei den Arbeiten der Energieverbrauch um bis zu 87 Prozent gesenkt. Außerdem entfielen giftige Reinigungsmittel als Abfall, würdigte die Umweltstiftung.

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