_

Deutscher Umweltpreis : Tüftler-Duo und Versandhaus-Gründer werden geadelt

Vor rund 1100 Gästen hat Bundespräsident Christian Wulff in Stuttgart den Deutschen Umweltpreis verliehen. Die mit 500.000 Euro dotierte Umweltauszeichnung geht unter anderem an zwei schwäbische Ingenieure.

Bundespräsident Christian Wulff (r) verleiht in Stuttgart den deutschen Umweltpreis. Quelle: dpa
Bundespräsident Christian Wulff (r) verleiht in Stuttgart den deutschen Umweltpreis. Quelle: dpa

Stuttgart Die nach Angaben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 500 000 Euro höchstdotierte Umweltauszeichnung Europas teilen sich diesmal die schwäbischen Ingenieure Joachim Alfred und Joachim Georg Wünning sowie Jürgen Schmidt. Das Vater-Sohn-Gespann Wünning hat eine spezielle Verbrennungstechnik erfunden, Jürgen Schmidt aus dem unterfränkischen Greußenheim ist Gründer eines klimaneutralen Versandhauses.

Anzeige

„Sie haben mit Ihren Innovationen nicht nur Details verbessert, sondern neue Maßstäbe gesetzt“, lobte Wulff. Es sei die Formel der Zukunft, mit möglichst wenig endlichen Ressourcen und möglichst wenig Umweltbelastung Wohlstand zu schaffen und Wohlergehen zu sichern. Die Finanzkrise habe gezeigt, dass die bisherigen Wachstumsmodelle nicht nachhaltig seien.

Der Umweltpreis wird seit 1993 vergeben und prämiert vorbildliche Leistungen im Umweltschutz.

  • 31.10.2011, 13:26 UhrAnonymer Benutzer: Mollemopp

    "Jürgen Schmidt aus dem unterfränkischen Greußenheim ist Gründer eines klimaneutralen Versandhauses."

    Es gibt kein klimaneutrales Gebäude oder Unternehmen. Es sei denn, es würde Energie von Geisterhand zugeführt bekommen. Die Mitarbeiter dürfen bei der Arbeit nicht ausatmen, weil sie sonst das Teufelszeug CO2 ausstoßen. Wichtig ist folgendes: Die nachhaltige Nachhaltigkeit muss noch nachhaltiger nachhalten. Auch dann wenn nicht mehr nachgehalten werden kann, wer wann etwas nachhaltig nachhalten sollte. Der Begriff Nachhaltigkeit ist unbedingt inflationär zu nutzen. Je öfter man diesen Begriff im Laufe der täglichen Konversation gebraucht, desto nachhaltiger ist die Welt gerettet. Eine Auszeichnung durch einen Politiker würde ich grundsätzlich ablehnen. Das könnte einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, dessen nachhaltige Wirkung ich momentan noch nicht nachhaltig genug einschätzen kann.

  • Die aktuellen Top-Themen
Wave-Gotik-Treffen: Die „Schwarze Szene“ besetzt Leipzig

Die „Schwarze Szene“ besetzt Leipzig

Auch dieses Jahr ist Leipzig wieder das Zentrum düsterer Gestalten. Zum 21. Wave-Gotik-Treffen erwarten die Veranstalter 200.000 Besucher. Bei dem Festival stehen nicht die Musik, sondern die Kostüme im Mittelpunkt.

„Europas Schande“: Grass dichtet diesmal zu Griechenland

Grass dichtet diesmal zu Griechenland

Nach dem umstrittenen Gedicht zum Verhältnis von Israel und Iran hat Nobelpreisträger Günter Grass sich zu einem aktuellen Thema geäußert. „Europas Schande“ heißt das Werk, in dem er Griechenland Beistand leistet.

Trotz Hypes: Die „Gunter Sachs Collection“ feiert den Triumph

Die „Gunter Sachs Collection“ feiert den Triumph

Die Sammlung des einstigen Lebemanns hat die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Sotheby’s-Auktion war ein Triumph von Hype und Nostalgie über die Regeln des Kunstmarktes. Das Beste behalten die Erben aber für sich.

  • Video

Panorama Truppen in Somalia erobern weitere Stadt

Truppen der Afrikanischen Union und somalische Soldaten haben Kämpfer der radikal-islamischen Al Shabaab-Miliz aus der Stadt Afgoye vertrieben.

  • Business Wetter
  • Erwischt ...
Erwischt...: Erwischt...

Martin Blessing, Commerzbank-Chef

...bei den kleinen und großen Lügen: "Und nicht zuletzt wird aus heutiger Sicht auch die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bereits für das Geschäftsjahr 2012 möglich."