Deutschland
Schwere Unwetter fordern zwei Tote

Zwei Tote, überflutete Straßen, Stromausfall im Stuttgarter Porsche-Werk und Flughafensperrung in Düsseldorf: Die schwüle Sommerhitze hat sich im Südwesten Deutschlands am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag in heftigen Gewittern mit Hagel und Regen entladen. Der Schaden geht in die Millionen. Der Deutsche Wetterdienst warnt schon vor neuen Unwettern.

HB HAMBURG. Das erste schwere Unwetter dieses Sommers in Deutschland hat vor allem im Süden und Westen für Ausnahmezustände gesorgt. Der Düsseldorfer Flughafen stand am Freitagabend unter Wasser und musste für anderthalb Stunden gesperrt werden. Im Porsche-Werk in Stuttgart- Zuffenhausen wurde nach einem Stromausfall die Produktion gestoppt. In Essen regnete und hagelte es wie verrückt. Allein dort entstand nach Polizeiangaben ein Schaden von etwa einer Million Euro. In Sachsen-Anhalt hob der Sturm eine Festspielbühne an und versetzte sie um 30 Zentimeter.

Tragisches ereignete sich in Baden-Württemberg. Ein 33 Jahre alter Feuerwehrmann half beim Auspumpen eines vollgelaufenen Kellers in Korntal-Münchingen, als ihn ihm Wasser ein tödlicher Stromschlag traf. In Affalterbach kam eine 46 Jahre alte Frau ums Leben. Sie stand nach Polizeiangaben vor ihrem Haus, als ein Blitz in einen Baum neben ihrem Hundezwinger fuhr. Der umstürzende Baum verletzte die Frau tödlich. In Ludwigsburg wurde ein Arbeiter am Arm verletzt, als ein Blitz in einen Baukran einschlug. „Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der beiden Verstorbenen“, sagte Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech am Samstag.

Der Autohersteller Porsche stoppte am Freitagabend die Produktion in seinem Werk in Stuttgart-Zuffenhausen. Mehrere Hallen standen unter Wasser, stundenlang fiel der Strom aus. Spezialkräfte seien das ganze Wochenende damit beschäftigt, die Schäden zu beseitigen, sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag. Zur Frühschicht am Montag könne die Produktion voraussichtlich wieder aufgenommen werden. Wie hoch der Schaden sei, lasse sich nicht sagen.

Am Düsseldorfer Flughafen schaufelten am Samstagmorgen Kolonnen von Putzfrauen das Wasser im Ankunftsbereich weg, das dort zehn Zentimeter hoch gestanden hatte. Reisende mussten am Vorabend Verspätungen von bis zu drei Stunden in Kauf nehmen. Um 22.40 Uhr startete die letzte Maschine. „Es sind noch alle in den Urlaub gekommen“, sagte ein Flughafen-Sprecher. Am Samstag gingen die Flüge wieder pünktlich raus.

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