Die 70 Menschen in der Quarantäne zeigen bisher keine Symptome
Sars-Infizierter in Taiwan weiterhin Einzelfall

Erstmals seit Monaten ist in Taiwan wieder ein Fall der Lungenkrankheit Sars aufgetreten. Bei den Menschen, die mit dem Forscher in Kontakt kamen, wurden bisher keine Anzeichen für eine Infektion festgestellt.

HB TAIPEH. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei dem in Taiwan erkrankten Mann aber um einen Einzelfall. Singapur stellte am Mittwoch mehr als 70 Menschen unter Quarantäne, weil der erkrankte Wissenschaftler den Stadtstaat erst kürzlich besucht hatte.

Bei den unter Quarantäne gestellten Menschen sind nach offiziellen Angaben keine Symptome für die lebensgefährliche Lungenkrankheit festgestellt worden. Es gebe keinerlei Anzeichen für ein Infektion, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag. Die Behörden hatten die Menschen zu Hause unter Quarantäne gestellt.

Der Patient sei Mitarbeiter eines Militärkrankenhauses und habe selbst über Sars (Schweres Akutes Atemwegsyndrom) geforscht, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Taipeh mit. Der 44-Jährigen habe sich offenbar in seinem Labor angesteckt. Dies sei bereits der zweite Fall seit dem Ende der Epidemie im Sommer, bei dem sich ein Mensch in einem Labor angesteckt habe. Das sagte der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Region West-Pazifik, Shigeru Omi, am Mittwoch in Manila.Die asiatischen Finanzmärkte reagierten mit Kursabschlägen auf die Nachricht. Auf Europas Märkte wirkte der Fall nur begrenzt.

„Der Patient hatte am 5. Dezember einen Unfall in seinem Labor, weil er in Eile war, um ein Experiment vor einer Reise nach Singapur zu beenden“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums Taiwans. Nach ersten Erkenntnissen habe sich der Mann durch „menschliches Versagen“ angesteckt, während er mit Sars-Viren arbeitete, sagte Omi. Der Wissenschaftler habe weder Handschuhe noch Schutzkleidung getragen. Im September hatte sich ein Forscher in Singapur in einem Labor angesteckt, in dem ebenfalls Erreger des Schweren Akuten Atemwegsyndroms aufbewahrt wurden. Nach seiner Rückkehr aus Singapur am 10. Dezember habe der Mann Fieber bekommen. Sein Zustand sei inzwischen stabil. Aus Taiwan war seit Juni kein neuer Sars-Fall berichtet worden.

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