Die Baumeister von Arkadia
Bauen und Handeln um die Wette

Am Ende ging alles ganz schnell. Wir hatten uns doch noch ein paar so schöne Züge zurechtgelegt, wollten noch dieses oder jenes Bauwerk erobern, und dann war auch schon alles vorbei. Eigentlich ist das neue Ravensburger-Spiel „Die Baumeister von Arkadia“ zu kurz – oder einfach zu schnell zu Ende. Jedenfalls scheint es so, denn der angenehm beschauliche Start geht zügig in hektische Bauaktivität über.

Die erste Partie – sie ist zugegebenermaßen dem Lernen gewidmet – lässt uns fassungslos. Noch sind wir im Besitz mehrerer Handelsfähnchen, haben überhaupt viel zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht, und schon ist Schluss? Bei der zweiten Partie sind wir umsichtiger. Warmlaufen gibt es nicht bei diesem neuen Strategiespiel aus dem Hause Ravensburger.

Als Familienspiel getarnt kommt es daher, doch schon die ersten Züge zählen. Wo bauen wir die ersten Gebäude? Wie setzen wir unsere Arbeiter ein. Wünschenswert ist es, einen Arbeiter gleich in die Nähe mehrerer Gebäude zu platzieren, denn jeder Arbeiter bringt uns Siegel ein, wenn er denn neben einem fertig gestellten Gebäude steht. Sinn und Zweck ist es nun, Gebäude und Arbeiter so auf dem Plan aufzustellen, dass wir im Laufe des Spiels möglichst viele der verschiedenen Siegel ergattern.

Welche das jeweils sind, bestimmen die gelegten Gebäude. Der Preis der verschiedenen Siegel entsteht Runde für Runde am Markt – den wir Spieler natürlich nach unseren Interessen kräftig beeinflussen. Da allerdings die Interessen der Spieler höchst unterschiedlicher Natur sind, schwanken auch die Preise am Markt erheblich – es ist entsprechend schwierig, für die eigenen Siegel jeweils den besten Preis zu erzielen.

Autor Rüdiger Dorn liebt es, seine Spieler ein wenig an der Nase herum zu führen. Einfach nur spielen geht bei ihm nicht. Stets müssen wir im Auge behalten, wie viele Siegel die Gegner schon erwirtschaftet haben, und welche Ziele sie gerade verfolgen. Wer baut welche Häuser, wer engagiert wie viele neutrale Arbeiter, wie viele Häuser sind schon gebaut.

Das richtige Timing entscheidet über Sieg und Niederlage: Haben unsere Siegel eben noch Höchstpreise erzielt, gehen sie schon wenig später als Ramsch über den Tresen. Noch sinnieren wir über zukünftige Bauprojekte, da kündigt sich auch schon wieder das nahende Ende an. Wieder sind die Baumeister von Arkadia zu schnell zu Ende. Wieder hat es uns kalt erwischt. Und wieder warten wir auf die nächste Partie.

Schneller Einstieg, strategische Tiefe, interessante Geschichte und hoher Wiederspielreiz. Viel mehr braucht ein Spiel nicht, um zu den besten des Jahrganges zu gehören. Dass "Die Baumeister von Arkadia" auf der Auswahlliste für das "Spiel des Jahres" gelandet sind und als einer der Favoriten gelten, verwundert angesichts dieser Zutaten nicht.

Die Baumeister von ArkadiaRavensburger

2 – 4 Spieler ab 10 Jahren
ca. 45 min
ca. 30 Euro
www.ravensburger.com

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