Die Nachfrage nach Deko-Material und Kostüme steigt
Einzelhändler entdecken Halloween

Eine kleine, bleich geschminkte Hexe steht vor der Tür und sagt: „Trick or treat. Süßes oder saures“. Vor ein paar Jahren hätte sie noch große Verwirrung ausgelöst: „Trick or was?“. Doch mittlerweile hat sich auch in Deutschland rumgesprochen: Halloween ist wie Karneval. Nur im Herbst. Für Einzelhändler mit dem richtigen Riecher hat das Grusel-Fest vor Allerheiligen einen ähnlichen Stellenwert wie Ostern oder Nikolaus.

HB DÜSSELDOR.„Halloween ist im deutschen Markt etabliert“, sagt Frank Schmauß von der Vereinigung Zeil aktiv und weist auf die Sonderflächen in den Kaufhäusern hin.Vor allem Deko-Material, Kostüme und Süßigkeiten, aber auch Grusel-Musik, laufen hier gut. 7,5 Millionen Euro setzte der Handel im vergangenen Jahr mit den Gespenster-Devotionalien um.

Etabliert hat sich das Fest vor allem über die Kinder, gefördert von den Kindergärten. In der Kita „Wilde drei“ etwa basteln die Erzieherinnen seit gut fünf Jahren mit den Kids und höhlen Kürbisse aus. Für die Großen gibt es eine Party mit Geisterbahn im Keller. Die Kleinen gehen von Eltern-Tür zu Eltern-Tür und sammeln Süßes. Die Zeil-Kaufhäuser verdienen gut an den Grusel-Kunden, aber kleinere Einzelhändler lassen das gute Geschäft an sich vorüber ziehen. „Das geht an uns noch vorbei“, sagt Kai Waibel von der IG Bockenheim. Lange wird er das nicht mehr durchhalten können - spätestens, wenn ein kleines Mädchen nach Süßem verlangt, muss auch er feststellen: Halloween ist da.

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