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Die teure Seite des Karnevals: Kommerz mit Kamelle

Penunzen, Alaaf! Mittelständische Unternehmen und Hotels in der Karnevals-Hochburg Köln erhoffen sich in der fünften Jahreszeit nicht nur Kamelle, sondern vor allem satte Einnahmen. Beim Preis gilt: Der Jeck ist anders.

Der Straßenkarneval hat begonnen: Den besten Blick hat man von der Tribüne, aber auch den meisten Spaß? Quelle: dpa
Der Straßenkarneval hat begonnen: Den besten Blick hat man von der Tribüne, aber auch den meisten Spaß? Quelle: dpa

Minnie Maus unterhält sich auf der Zülpicher Straße mit einem Punk, Piraten schunkeln in einer Brauerei mit einem Frosch und am Chlodwigplatz treffen Superman und Biene Maja aufeinander: Jedes Jahr verwandeln sich die Straßen in Köln zur Karnevalszeit in eine einzige große Partymeile mit lauter bunt verkleideten Gestalten. Einheimische und Touristen feiern in der Domstadt eines der größten Volksfeste der Welt.

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In einer überfüllten Kneipe zu tanzen, sich in der Kälte durch die Menschenmasse am Barbarossaplatz zu zwängen oder sich vier Stunden lang die Füße beim Rosenmontagszug in den Bauch zu stehen – das ist allerdings nicht jedermanns Sache. Einige Karnevalisten lassen sich ihren Spaß in der fünften Jahreszeit lieber etwas kosten. Sie kaufen Tickets für eine Karnevalssitzung oder mieten sich Plätze auf den Tribünen am Rosenmontagszug. Und nicht nur Privatleute, auch Unternehmen wissen diese Art des Karnevalfeierns zu schätzen – als Kontaktpflege oder als Geschäft.

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Ein Mittelständler aus Baden-Württemberg, der nicht mit Namen genannt werden will, lädt Kollegen und Geschäftspartner beispielsweise jedes Jahr auf eine Karnevalssitzung der Nippeser Bürgerwehr ein. 27 Tickets hat er sich in diesem Jahr gesichert, die Karten zu 40 Euro das Stück. Dazu kommen pro Gast noch etwa 60 bis 70 Euro an Getränken. Doch die Investition scheint sich zu lohnen: „Hauptsächlich geht es um den Spaß an der Freude“, sagt ein Mitarbeiter des Unternehmens, „aber es ist auch etwas Besonderes – und es verbindet.“

Kontaktpflege bei Livemusik der Höhner und Auftritten des Kölner Dreigestirns – damit wirbt auch die Kölner Karnevalsgesellschaft „Die Grosse von 1823“ auf ihrer Internetseite. Viele Unternehmen würden ihre Kundenbeziehungen auf einer Karnevalssitzung vertiefen. Nach Angaben von Organisationsveranstalter Jörg Häuser erwerben mittelständische und große Betriebe für die „Grosse Sonntagssitzung“ im edlen Kölner Gürzenich Kontingente von bis zu 80 Plätzen.

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