Diktator-Nachwuchs bei Mathematik-Olympiade
Assads Sohn rechnet in Rio

Der Sohn von Syriens Machthaber Assad hat an der Mathematik-Olympiade in Rio de Janeiro teilgenommen. Die Reise von Hafez al-Assad war bis zuletzt geheim gehalten worden. Für einen vorderen Platz reichte es nicht.
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Rio de JaneiroWährend in Syrien der blutige Bürgerkrieg tobt, hat der älteste Sohn von Syriens Machthaber Baschar al-Assad, Hafez al-Assad, ein paar entspannte Tage in Rio de Janeiro verbracht.

Der 15-Jährige belegte bei der Mathematik-Olympiade den 528. Platz, das syrische Team landete auf Platz 56. Gut gelaunt posierte er mit seinen Teamkollegen mit Syriens Fahne bei der Abschlusszeremonie, die Olympiade in einem Hotel war wegen seiner Präsenz streng gesichert. Den ersten Platz belegte Korea, Deutschland landete auf Platz 33.

Nach dem Trubel um seine Person hatte sich Assad junior einen Maulkorb verpasst, der syrische Generalkonsul Sami Salameh betonte: „Hier geht es nicht um Politik.“ Der Junge habe sich regulär für die Olympiade qualifiziert, die Teilnehmer kämen aus Damaskus, Aleppo und Homs.

In brasilianischen Medien war die Teilnahme des „Diktatorsohns“ ein großes Thema, die Reise war bis zuletzt geheim gehalten worden. Im einzigen Interview hatte er dem brasilianischen Portal „O Globo“ gesagt, er sei auch schon beim Cristo und auf dem Zuckerhut gewesen.

Bezogen auf den blutigen, sechs Jahre andauernden Konflikt in Syrien äußerte er die Hoffnung, dass er bald vorbei sei. „Das ist ein Krieg gegen das Volk. Die Bevölkerung und die Regierung stehen zusammen gegen die Invasoren.“ In Brasilien leben auch Tausende Syrer, die vor dem Bürgerkrieg und den Bomben des Assad-Militärs geflüchtet sind.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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