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Keine heiße Spur von Lidl-Erpresser

Im neuesten Erpressungsfall bei Lidl hat die Polizei noch keine heiße Spur. Die Supermarktkette hatte wegen möglicher Verunreinigungen Babynahrung und Marmelade aus den Regalen seiner Berliner Filialen genommen.

HB BERLIN/HEILBRONN. Zudem wurden Verbraucher in der Hauptstadt aufgefordert, seit vergangenen Dienstag gekaufte Gläser dieser beiden Produktsorten abzuliefern.

Die Rückrufaktion geht zurück auf ein anonymes Schreiben, das laut Polizei am Freitag bei dem Neckarsulmer Lebensmittelkonzern einging. Darin teilte ein Erpresser mit, dass er am 9. und 10. Mai in insgesamt neun Berliner Lidl-Filialen verunreinigte Marmelade und Babynahrung platziert habe, wie es weiter hieß. Er habe einen Geldbetrag gefordert.

Nach Eingang des Schreibens habe Lidl unverzüglich die genannten Produkte aus allen Berliner Filialen entfernt und eine Produktwarnung herausgegeben. Es sei aus dem Schreiben nicht klar geworden, welche Filialen betroffen sein könnten, hatte ein Polizeisprecher am Wochenende erklärt. Erst im Januar war in Hamburger Lidl-Filialen mit Salzsäure verunreinigtes Mundwasser entdeckt worden. Damals war die Erpressung örtlich auf Hamburg begrenzt. Ein Unbekannter soll eine Million Euro gefordert haben. Er meldete sich jedoch nicht mehr. In Berlin wurde darüber spekuliert, ob es sich um denselben Erpresser handelt.

Im November 2005 war ein Mann wegen Erpressung der Supermarktkette vom Landgericht Heilbronn zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte versucht, mittels manipulierter Lebensmittel 1,2 Millionen Euro zu erpressen.

http://www.lidl.com

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