Dominique Strauss-Kahn Staatsanwalt fordert Freispruch für DSK

Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn kommt wohl um eine Verurteilung wegen schwerer Zuhälterei herum. Die Staatsanwaltschaft fordert einen Freispruch für den 65-Jährigen.
Update: 17.02.2015 - 16:24 Uhr 1 Kommentar
Die Staatsanwaltschaft kann nicht nachweisen, dass Dominique Strauss-Kahn sich der schweren Zuhälterei schuldig gemacht hat. Quelle: dpa
DSK vor dem Freispruch

Die Staatsanwaltschaft kann nicht nachweisen, dass Dominique Strauss-Kahn sich der schweren Zuhälterei schuldig gemacht hat.

(Foto: dpa)

LilleIm Zuhälterei-Prozess gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat die Staatsanwaltschaft einen Freispruch für den 65-Jährigen gefordert. Es könne nicht nachgewiesen werden, dass sich Strauss-Kahn der schweren Zuhälterei schuldig gemacht habe, sagte Staatsanwalt Frédéric Fèvre am Dienstag vor dem Gericht im nordfranzösischen Lille. Gegen die 13 anderen Angeklagten im Prozess um Sexpartys mit Callgirls forderte Fèvre meist Bewährungs- und Geldstrafen.

„Weder die Ermittlungen noch die Gerichtsverhandlung haben den Beweis einer Schuld von Herrn Strauss-Kahn erbracht“, sagte der Staatsanwalt in seinem Schlussplädoyer. Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) müsse daher einen „klaren und schlichten“ Freispruch erhalten. Die Bekanntheit des einstigen sozialistischen Spitzenpolitikers, der für die Präsidentschaftswahlen 2012 in Frankreich lange als aussichtsreichster Kandidat gehandelt worden war, dürfe nicht zu einer Schuldvermutung führen. „Ist ein mächtiger Mann zwangsläufig schuldig?“ fragte Fèvre.

Strauss-Kahn war in dem Prozess zur Last gelegt worden, Sexpartys mit Callgirls unter anderem in Paris, Brüssel und Washington mitorganisiert zu haben. Der 65-Jährige räumte vor und während des Prozesses die Teilnahme an den Sexpartys ein. Er bestritt aber gewusst zu haben, dass es sich bei den Frauen um Prostituierte handelte.

Die Forderung der Staatsanwaltschaft, Strauss-Kahn freizusprechen, ist keine Überraschung: Bereits im Juni 2013 hatte sich die Behörde gegen eine Anklage Strauss-Kahns ausgesprochen und zur Begründung erklärt, es gebe nicht ausreichend belastendes Material. Die Untersuchungsrichter sahen dies aber anders und erhoben Anklage gegen den früheren französischen Wirtschafts- und Finanzminister.

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  • Man kann ja viel am Asylsantenstadl Deutschland aussetzen, aber Sex und Autobahn haben wir. Andere Drogen brauche ich nicht.

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