Donau
Hochwasser in Osteuropa auf dem Rückzug

Das Hochwasser in Osteuropa befindet sich auf dem Rückzug. Dennoch ist die Lage in einigen Ländern immer noch sehr bedrohlich. Vor allem in Rumänien haben die Menschen mit Überflutungen der Donau zu kämpfen.

HB BUKAREST/BELGRAD/BUDAPEST/SOFIA. Weitere Dörfer mussten evakuiert und tausende Menschen in Sicherheit gebracht werden. In Serbien ertranken am Sonntag zwei Menschen. Ungarn meldete weitere Deichbrüche, und in Bulgarien wird der Notstand aufrechterhalten. Mindestens 2 500 Menschen mussten in Rumänien am Montag ihre Wohnungen verlassen, nachdem Deiche an der Donau nachgegeben hatten. Das Wasser könne mindestens vier Dörfer und 24 000 Hektar überfluten, berichtete der Sender Realitatea TV. Der Katastrophenschutz richtete sich darauf ein, rund 9 000 Menschen zu retten.

In Serbien starben am Sonntag, dem orthodoxen Osterfest, zwei Menschen in der Hochwasser führenden Save bei Belgrad. Nach Medienberichten vom Montag kam bei Umka ein 20-Jähriger ums Leben. Er gehörte zu einer Gruppe von vier jungen Männern, die mit einem morschen Boot über den Fluss fahren wollte. Als das Boot zu sinken begann, konnten sich nur drei aus den kalten Fluten retten. Etwa zehn Kilometer weiter ertrank ein 26-Jähriger. Der Betrunkene war in das Wasser gesprungen und nicht mehr aufgetaucht. Noch liegen die Wasserstände aller Flüsse im Norden Serbiens weit über den Durchschnittswerten. Die Tendenz ist Behörden zufolge aber sinkend. Auch in Bulgarien bleibt der Notstand in allen Donaugemeinden in Kraft. Wie die Behörden mitteilten, ist die Donau am westlichen Abschnitt bei Widin zwar um wenige Zentimeter gesunken, weiter östlich sei der Wasserstand hingegen leicht angestiegen.

Auf Evakuierungen sei man eingestellt, hieß es in amtlichen Mitteilungen. Obwohl die Wasserstände der Hochwasser führenden Flüsse Theiß und Körös in Ungarn leicht gesunken sind, besteht nach wie vor Überflutungsgefahr. Am frühen Montagmorgen brach ein weiterer Deich an der Körös auf einer Länge von 200 Metern. Insgesamt 4 500 Anwohner aus drei Dörfern waren schon am Wochenende in Sicherheit gebracht worden. Pro Tag sinkt das Wasser hier um drei bis acht Zentimeter.

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