Doppelmord von Bodenfelde
Mutmaßlicher Täter prahlte mit Verbrechen

Jan O., der mutmaßliche Doppelmörder von Bodenfelde, hat sich nach Angaben der Polizei im Internet mit der Tat gebrüstet. Die Behörden sperrten die Seite umgehend, da sie als Beweismittel gilt. In einem sozialen Netzwerk knüpfte der Mann derweil eifrig weiter Kontakte zu jungen Mädchen.
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HB BODENFELDE. Der mutmaßliche Doppelmörder von Bodenfelde prahlte im Internet mit dem Mord an der 14-jährigen Nina. Auf einer Internetseite habe es einen direkten Bezug zu der ersten Tat in der niedersächsischen Kleinstadt gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag auf dapd-Anfrage. Da es sich dabei um ein Beweismittel handle, habe die Polizei die Seite sofort sperren lassen.

Laut „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe) schrieb der mittlerweile in Untersuchungshaft sitzende junge Mann: „Gestern Mädchen geschlachtet. Jeden Tag eins bis mich erwischen.“ In anderen Seiten auf sozialen Netzwerken, welche inzwischen auch gesperrt wurden, suchte der 26-Jährige gezielt den Kontakt mit jungen Mädchen.

Die Polizei prüft derzeit, ob Jan O. möglicherweise auch für andere Taten in der Region verantwortlich ist. Die Staatsanwaltschaft lässt zudem klären, ob der Mann aus Uslar psychisch krank ist. Er soll die beiden Jugendlichen auf brutale Weise getötet zu haben. Polizei und Staatsanwaltschaft warten derzeit auf ein Geständnis des Beschuldigten, dass vermutlich am Freitag erfolgen wird.

Die Mutter des mutmaßlichen Doppelmörders sieht ihren Sohn auch als Opfer. „Ich will seine Taten nicht entschuldigen, aber mein Sohn ist auch ein Opfer“, sagte sie der in Uelzen erscheinenden „Allgemeinen Zeitung“. In ihrer Ehe sei Gewalt Alltag gewesen, schilderte die 46-jährige das Familienleben. Der Vater von Jan O. habe sie immer wieder vor den Augen des Sohnes geschlagen.

In dem Interview sagt die Mutter auch, dass sie hoffe, dass die beiden Opfer die einzigen Opfer ihres Sohnes seien. Sie wolle ihren Sohn auch in der Haft besuchen und zu ihm stehen. „Ich hasse ihn nicht“, sagte die Frau. Nach eigenen Angaben befindet sich die 46-Jährige in psychiatrischer Behandlung. Offenbar drohte sie nach Recherchen der Zeitung auch mehrmals mit Selbstmord.

Der Vater des 26-Jährigen, der seit Dienstag in Untersuchungshaft sitzt, hatte gegenüber der Zeitung ein ganz anderes Bild gezeichnet. Er machte klar, dass er bereits in der Vergangenheit nicht mit Jan O. fertig geworden sei. Schon in der zweiten Klasse habe sein Sohn Mitschüler tätlich angegriffen.

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  • Aber klar, der arme Täter ist psychisch krank. Deshalb wird er auch bestimmt wieder von einem so "verständnissvollen" Richter in die Psychatrie eingewiesen und nach 10 oder 12 Jahren entlassen, nachdem ein Pseudowissenschaftler namens "Psychologe" ihn für geheilt erklärt hat.
    Wäre ich der Vater eines der Opfer: ich würde auf den Tag seiner Freilassung warten, ihn an ein Auto binden und hinterherschleifen bis nur noch die Handknochen am Seil hängen!

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