Doppelter Ärger
US-Gericht verordnet Boy George Entziehungskur

Ein Gericht in New York hat den Popsänger Boy George am Mittwoch zu fünf Tagen gemeinnütziger Arbeit und einer Geldstrafe von 1000 Dollar verurteilt. Der Grund: Er hatte die Polizei falsch alarmiert. Zudem ordnete der Richter eine Drogen-Entziehungskur für den Musiker an.

HB NEW YORK. Boy George hatte im Oktober die Polizei wegen eines Einbruchs alarmiert. In der Wohnung des früheren Sängers der 80er-Jahre-Gruppe Culture Club trafen die Polizisten jedoch auf keinen Einbrecher, fanden dafür aber 13 Beutel Kokain.

Deshalb war Boy George vor dem Gericht in Manhattan auch wegen Drogenbesitzes angeklagt gewesen. Bei einer Verurteilung in diesem Punkt hätten ihm bis zu 15 Jahre Gefängnis gedroht.

Der Richter Anthony Ferrara warnte den zerknirscht wirkenden und gänzlich in schwarz gekleideten Boy George, dass er nun vorbestraft sei. „Lassen Sie sich nicht erneut festnehmen“, mahnte Ferrara. Nach dem Urteil empfingen Fans den einstigen Popstar mit Umarmungen und Küssen vor dem Justizgebäude.

Boy George, der mit bürgerlichem Namen George O'Dowd heißt, gelang 1982 mit dem Lied „Do You Really Want to Hurt Me?“ ein Welthit. Der Song war in 18 Ländern die Nummer Eins der Hitparaden. Culture Club verkaufte fast 20 Millionen Platten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%