Dortmund und Koblenz
Bombenfunde alarmieren Terror-Ermittler

Bombe im Zugabteil: In einem Regionalzug haben Unbekannte zwischen Aachen und Hamm einen Koffer mit einem Sprengsatz deponiert. Darin waren 11 Liter Butangas in einer Gasflasche, 4,5 Liter Benzin-Gemisch, ein Wecker und Drähte. Auch in Koblenz wurde ein Koffer mit Sprengstoff gefunden. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittelt wegen Terrorverdachts.

HB DORTMUND. Ein politisch motivierter Anschlag oder Erpressung: Nach dem Fund einer zündfähigen Bombe in einem Regionalexpress ermittelt die nordrhein-westfälische Polizei in alle Richtungen. Fest steht, dass der in einem herrenlosen Koffer versteckte Sprengsatz bei einer Explosion „enormen Schaden“ hätte anrichten können, wie der Leiter der Ermittlungskommission, Christian Voßkühler, am Dienstag in Dortmund mitteilte.

Bei der Konstruktion aus einer Gasflasche, Kabeln, einem Benzingemisch und einem Wecker handele es sich wohl nicht um eine Attrappe, sagte Staatsanwalt Henner Kruse. Man müsse aber noch ermitteln, ob sie tatsächlich hätte zünden können. Ein politischer Hintergrund kommt nach Angaben von Polizeiführer Jürgen Kleis dabei ebenso in Frage wie die Vorbereitung einer Erpressung oder eine anderes kriminelles Motiv.

Wann genau der Koffer in den Zug gebracht wurde, ist nach Angaben des Staatsanwaltes noch völlig unklar: Der betroffene Regionalexpress pendelt ab 04.40 Uhr den ganzen Tag zwischen Aachen und Hamm hin und her. Entdeckt worden sei der herrenlose Koffer gegen 14.40 Uhr am Montag, als er allein an einem Viererplatz stand.

Ein Zugbegleiter hatte den Trolley gefunden und ihn am Dortmunder Hauptbahnhof einem Service-Mitarbeiter übergeben. Dieser brachte ihn zur Fundstelle des Bahnhofs, wo er routinemäßig zur Ermittlung des Besitzers geöffnet wurde. Dabei wurde in dem Koffer die Konstruktion entdeckt, die man zunächst nicht zuordnen konnte. Der Bahnhof sei sofort evakuiert und teilweise abgesperrt worden, hieß es. Im Zugverkehr habe es dadurch enorme Verspätungen gegeben.

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