Drama auf See
61 Flüchtlinge sterben vor Ostafrika

Vor der Küste Ostafrikas sind bei einem Flüchtlingsdrama 61 Somalier gestorben. Überlebende berichteten, des Schmuggler hätten die Flüchtlinge auf dem 300 Kilometer langen Weg in den Jemen 20 Tage in einem defekten Boot allein gelassen. Die Menschen wären zum größten Teil verhungert.

HB DSCHIBUTI. Ein dänisches Schiff, das sich zufällig in der Nähe aufhielt, rettete 39 Menschen. Unter ihnen befand sich eine Frau, die auf dem Schiff einen Jungen geboren hatte.

„Ein Großteil des Essen reichte für drei Tage“, berichtete ein Flüchtling. Die Menschen seien verhungert oder hätten sich mit einem Sprung über Bord das Leben genommen. „Wir aßen alles was wir finden konnten, auch Seebüsche“, sagte der Überlebende. Bei der Abfahrt im somalischen Hafen Boosaaso seien 100 Menschen an Bord gewesen.

In der vergangenen Woche ertranken 45 meist somalische und äthiopische Flüchtlinge, als bewaffnete Schmuggler sie auf der Fahrt nach Jemen zum Verlassen des Schiffes zwangen.

Nachdem ruhigeres Wetter eingesetzt hat, rechnet das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) in den kommenden Monaten mit einer steigenden Anzahl an Flüchtlingen, die ihr Leben bei der Überfahrt in den Jemen riskieren könnten.

Die somalische Flüchtlinge fliehen vor gewalttätigen Auseinandersetzungen in ihrer Heimat mit dem Ziel, die ölreiche Golfregion der Europa zu erreichen. Hunderte sind dabei bislang ums Leben gekommen.

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