Drama in der Wüste
Zeitung: Algerien-Geiseln sind wohlauf

Die in der algerischen Wüste verschleppten Deutschen sind nach einem Bericht der Zeitung „Welt am Sonntag“ bei guter Gesundheit. Aufklärungsflugzeuge hätten die Gruppen von algerischen Aufständischen mit den Geiseln geortet. Eine militärische Befreiung sei diesmal aber nicht geplant.

dpa HAMBURG7BERLIN. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte auf Anfrage: „Die Bundesregierung bleibt bei ihrer Linie, sich mit Rücksicht auf das Schicksal der Geiseln nicht zu Medienberichten zu äußern.“ Die Regierung arbeite weiter daran, die Betroffenen gesund und sicher nach Hause zu bringen.

Das Geiseldrama hatte vor rund fünf Monaten begonnen. Noch heute sind 15 Geiseln - 10 Deutsche, 4 Schweizer und 1 Niederländer - vermutlich in der Gewalt der islamistischen Terrorgruppe GSPC. Nach Informationen der „WamS“ laufen über Mittelsmänner Verhandlungen mit den Kidnappern. Die Regierungen in Berlin und Algier seien sich dabei einig, dass eine Freilassung „auf dem Verhandlungswege“ angestrebt werde. Im Anschluss an die gewaltsame Befreiung von 17 Geiseln durch die algerische Armee im Mai waren die restlichen Geiseln nach Angaben der Bundesregierung zunächst in einer „prekären Situation“.

Die algerische Presse hatte am Donnerstag noch spekuliert, die Sicherheitskräfte des Landes hätten jede Spur der Entführer verloren. „Selbst die Spionage-Drohnen haben die Geiseln nicht ausmachen können“, berichtete die algerische Tageszeitung „El Watan“ unter Berufung auf informierte Kreise. Auch einen telefonischen Kontakt zu den Geiselnehmern gebe es nicht. Diese hätten eine „Mauer des Schweigens“ errichtet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%