Dramatische Folgen
Im südlichen Afrika droht eine große Umweltkatastrophe

10,7 Millionen Menschen sind im südlichen Afrika von einer verheerenden Dürre bedroht. Davon gehen verschiedene Hilfsorganisationen aus. Betroffen sind vor allem die Staaten Malawi, Simbabwe, Sambia, Lesotho und Swasiland. Die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) warnt auch vor dramatischen Dürrefolgen in Mosambik.

HB JOHANNESBURG/BONN. Im südlichen Afrika sind nach Einschätzung von Hilfsorganisationen 10,7 Millionen Menschen von einer verheerenden Dürre bedroht. „In der Provinz Inhambane nördlich der Hauptstadt Maputo sind viele Brunnen in den Dörfern versiegt“, erklärte die DWHH-Regionalkoordinatorin in Mosambik, Walburga Greiner, in einem Spendenaufruf ihrer Organisation.

Der Grundwasserspiegel sei so stark gesunken, dass selbst bis zu 14 Meter tiefe Brunnen austrockneten. Zugleich stiegen die Preise für Grundnahrungsmittel angesichts der geringen Ernte enorm. Neben Inhambane ist vor allem der Süden des Landes betroffen. „Diese Dürre trifft die Menschen besonders hart, weil sie im vierten Jahr in Folge auftritt. Die Menschen haben keine Reserven mehr, weder Geld noch Getreide oder neues Saatgut“, sagte Greiner.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hatte zuvor bereits den Bedarf für die Nahrungsmittelhilfe in den betroffenen Ländern des südlichen Afrikas auf 200 Millionen Dollar beziffert. Es machte eine Kombination aus mangelnden Niederschlägen, einem Mangel an Saatgut sowie die Folgen der verheerenden Aids- Epidemie in der Region als Ursache für die drohende Katastrophe aus. Allein die am schwersten betroffenen Staaten Malawi und Simbabwe repräsentierten rund 8 der 10,7 vom Hunger bedrohten Menschen.

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