Drei Jahre und neun Monate Haft
Hoeneß-Erpresser muss hinter Gitter

Der Erpresser von Ex-Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß muss für drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft noch mehr gefordert. Der 51-Jährige hatte ein Geständnis abgelegt.
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MünchenDer Erpresser von Uli Hoeneß ist am Dienstag zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Der 51-Jährige hatte zuvor gestanden, den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern vor dessen Haftantritt mit einem Drohbrief erpresst und 215.000 Euro verlangt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und drei Monate gefordert, die Verteidigung zwei Jahre und sechs Monate.

Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und drei Monate Haft gefordert. Einen besonders schweren Fall sah Staatsanwalt Klaus Reichenberger in seinem Plädoyer am Dienstag nicht, besondere Minderungsgründe allerdings auch nicht. Der Angeklagte habe „kriminelle Energie“ an den Tag gelegt.

Der 51-Jährige hatte am Montag vor dem Landgericht München II gestanden, Hoeneß vor dessen Haftantritt mit einem Drohbrief erpresst und 215.000 Euro verlangt zu haben. Der ehemalige Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Bayern sitzt wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis. Der Angeklagte soll Hoeneß mit einem „unruhigen Haftverlauf“ gedroht haben. Versuchte Erpressung kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.

Verteidiger Martin Heidenreich hatte auf die schwierige finanzielle und gesundheitliche Situation des Angeklagten verwiesen, der mehr als 300.000 Euro Schulden hat und an Diabetes leidet. Er hielt eine milde Strafe von zwei Jahren und sechs Monaten für ausreichend. Sein Mandant habe mit dem Geständnis Einsicht gezeigt.

Der Angeklagte entschuldigte sich noch einmal bei Hoeneß und seiner Familie. Er wolle betonen, „dass mir die Tat sehr leidtut und dass ich mein Handeln in dieser Situation, in der ich nicht mehr ein noch aus wusste, zutiefst bereue“, sagte er. Für 11 Uhr am Dienstag wurde das Urteil erwartet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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