Drei Tage nach Erdbeben in Iran - Versorgungslage in Bam spitzt sich zu
Kaum Überlebenschancen für Verschüttete

Drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Iran suchen Rettungsmannschaften weiter nach Überlebenden. Bis zum frühen Montagmorgen konnten deutsche Rettungskräfte jedoch den Ursprung von Klopfzeichen unter Trümmern in der fast völlig zerstörten Stadt Bam noch nicht klären.

HB TEHERAN/BONN. „Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, an dieser Stelle Überlebende zu finden, und suchen weiter“, sagte eine Sprecherin des Technischen Hilfswerks (THW) in Bonn. Die Klopfzeichen seien auch noch Stunden nach der ersten Ortung zu hören gewesen. Insgesamt würden die Bemühungen des THW, Überlebende zu finden, weiter fortgesetzt, betonte die THW- Sprecherin. Zunächst hatten am Sonntagabend Suchhunde angeschlagen, dann registrierten THW-Mitarbeiter mit elektronischen und Radargeräten Klopfzeichen aus dem Keller eines eingestürzten Backsteingebäudes. An der Rettungsaktion sei auch der Malteser Hilfsdienst beteiligt. An der Suche nach Überlebenden beteiligen sich Rettungsteams aus Iran und 21 anderen Ländern mit Hilfe von Hunden und hochsensiblen elektronischen Geräten.

Nach Angaben des Innenministeriums in Teheran waren bis zum Sonntagabend 21 000 Tote geborgen worden. Doch die Zahl der Toten werde weiter steigen, befürchtete Innenminister Mussavi Lari. Bei dem Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala war am Freitagmorgen die 100 000-Einwohner-Stadt Bam an der Seidenstraße fast völlig zerstört worden.

Experten gehen davon aus, dass von Trümmern begrabene Menschen bis zu 72 Stunden überleben können. Diese Frist läuft am Montagmorgen ab. Die Minusgrade der Nächte in Südiran verringern allerdings die Überlebenschancen.

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