Drei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft
Polizei bezweifelt Verbrennung von Munchs "Schrei"

Die norwegische Polizei hat einen Zeitungsbericht in Zweifel gezogen, wonach die Diebe der Munch-Gemälde „Der Schrei“ und „Madonna“ die Kunstwerke aus Angst vor Entdeckung verbrannt haben sollen.

HB OSLO. „Die Osloer Polizei hat darüber keine Kenntnis“, sagte Iver Stensrud, der die Ermittlungen in dem Fall leitet, in einem Radiointerview. Die Zeitung „Dagbladed“ hatte in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet, die Diebe hätten beide Kunstwerke im Wert von mehreren Millionen Dollar in den vergangenen Wochen verbrannt - aus Angst, dass die Ermittler kurz vor der Aufklärung des Falles stünden. Die Zeitung berief sich auf eine gut unterrichtete Quelle in Oslos Unterwelt. Ein geheimer Polizeibericht enthält nach ihren Angaben die selben Informationen. Ohne die Bilder des norwegischen Malers Edvard Munch und ohne Geständnisse würde es der Polizei sehr schwer fallen, den Tätern die Schuld nachzuweisen, schrieb das Blatt weiter.

In den vergangenen Wochen hatten die Ermittler drei Verdächtige festgenommen. Am 22. August vergangenen Jahres waren zwei bewaffnete und maskierte Täter in das Osloer Munch Museum gestürmt und hatten die Gemälde vor den Augen der Besucher von den Wänden gerissen. Sie entkamen in einem Auto, das ein Komplize fuhr. Die beiden Werke können wegen ihres hohen Bekanntheitsgrades nicht auf dem Kunstmarkt angeboten werden.

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