Drogenkartelle
Mächtiger Drogenhändler in Mexiko gefasst

Tausende Menschen fielen in den letzten Jahren dem Drogenkrieg in Mexiko zum Opfer. Nun hat die mexikanische Polizei einen der Köpfe des Drogenkartells Zeta gefasst. Mit ihm haben auch die USA ein Hühnchen zu rupfen.
  • 0

Mexiko-StadtDie mexikanischen Behörden haben nach eigenen Angaben einen Mitbegründer des berüchtigten Drogenkartells Zeta festgenommen. Jesús Enrique Rejón Aguilar gilt als Nummer drei der Drogenbande und war einer der meistgesuchten Männer des Landes. Er wurde am Sonntag in Atizapan außerhalb von Mexiko-Stadt gefasst, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Der ehemalige Elitesoldat soll außerdem in die Ermordung eines US-amerikanischen Zollbeamten im Februar verwickelt sein. Die USA hatten eine Belohnung von fünf Millionen Dollar für Informationen ausgesetzt, die zu seiner Festnahme führen.

Wenige Tage zuvor hatten sich mexikanische Soldaten ein fünfstündiges Feuergefecht mit einer Drogenbande geliefert. Dabei starben 15 Mitglieder der bewaffneten Gruppe, die wohl dem berüchtigten „Zeta“-Kartells angehört. Sie habe eine Armee-Patrouille im Bundesstaat Zacatecas angegriffen, teilte das Militär am 1. Juli mit.

Die Soldaten hätten den Angriff aber zurückgeschlagen. 17 weitere mutmaßliche Bandenmitglieder seien festgenommen worden. Sechs Soldaten wurden demnach verletzt.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Stadt Fresnillo, wo auch die weltgrößte Silbermine des gleichnamigen Bergbaukonzerns beheimatet ist. In der Region hatten Drogenbanden örtlichen Medienberichten zufolge wiederholt Straßen mit ausgebrannten Auto blockiert.

Zacatecas wurde zuletzt immer mehr zu einem Brennpunkt des Drogenkrieges in Mexiko, in dem in den vergangenen vier Jahren mehr als 40.000 Menschen ums Leben kamen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Drogenkartelle: Mächtiger Drogenhändler in Mexiko gefasst"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%