Drogenkrieg in Frankreich

Abgerechnet wird mit der Kalaschnikow

In Frankreichs Großstädten spielen sich Szenen ab, wie sie meist nur aus Filmen bekannt sind. Gewalttätige Abrechnungen zwischen Banden junger Männer schockieren die Öffentlichkeit. Die Polizei ist hilflos.
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Der Tatort: Auf offener Straße wurde im 13. Arrondissement von Marseille am 29. Juli ein 25-Jähriger erschossen.  Angeblich war er vorher von einem Pickup-Truck gejagt worden. Quelle: AFP

Der Tatort: Auf offener Straße wurde im 13. Arrondissement von Marseille am 29. Juli ein 25-Jähriger erschossen. Angeblich war er vorher von einem Pickup-Truck gejagt worden.

(Foto: AFP)

Paris Frankreichs smarter Innenminister Manuel Valls hat 15 besonders problematische „Prioritäre Sicherheitszonen“  ausgerufen. Hier sollen verstärkte Polizeieinsätze und mehr Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen der Bevölkerung für besseren Schutz sorgen. Im vergangenen Jahr hat die schwere Gewaltkriminalität in Frankreich zugenommen.

Die Zahl der Morde, die sich seit 1995 halbiert hatte, stieg um zehn Prozent auf 743. Der abnehmenden Zahl von „Verbrechen aus Leidenschaft“ steht eine Bandenkriminalität entgegen, die in ihren Mitteln immer brutaler wird: Die Kalaschnikow ist zur Waffe des kleinen Kriminellen geworden.

Einer der Schwerpunkte des Verbrechens, die auf Valls‘ Liste stehen, ist Marseille. Gewalttätige Abrechnungen zwischen Banden junger Männer schockieren die Öffentlichkeit seit Monaten. Ende Juli war ein 25-Jähriger von einem Lieferwagen verfolgt und auf offener Straße mit einem Feuerstoß aus einer automatischen Waffe erschossen worden – der jüngste, aber sicher nicht letzte Fall einer Serie von Verbrechen, mit denen Banden von Drogenhändlern um die Kontrolle bestimmter Gebiete kämpfen. Besonderes Aufsehen hatte Ende vergangenen Jahres eine regelrechte Hinrichtung ausgelöst: Drei Drogenhändler im Alter von 19 und 25 Jahren wurden erschossen und anschließend in ihrem Auto verbrannt.

Härter als in „French Connection“

Solche Szenen kannten die Franzosen bislang nur aus amerikanischen Filmen. Plötzlich finden Verbrechen, wie sie sie nur aus Los Angeles oder Miami kannten, auf ihren eigenen Straßen statt. Weil es sich um ein neues Phänomen handelt, sind die Sicherheitsbehörden noch unsicher, wie sie dagegen vorgehen sollen.

Marseille ist wegen seiner mafiösen Strukturen seit den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bekannt. Auch der Drogenhandel in der Hafenstadt ist nichts Neues – in den siebziger Jahren setzte ihm Gene Hackman als in Marseille arbeitender US-Bulle in dem grandiosen Zweiteiler „French Connection“ sogar ein filmisches Denkmal.

Die Basis der Banden sind die Wohnblocks - die „cités“
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49 Kommentare zu "Drogenkrieg in Frankreich: Abgerechnet wird mit der Kalaschnikow"

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  • @Luxussanierung:

    Sie haben weder den Artikel noch meinen Kommentar richtig gelesen.

    Im Artikel stand, daß in Marseille die Problemviertel in der Innenstadt liegen (genauso wie das 18. Arrondissement in Paris; Goggle Maps hilft Ihnen bei der Lokalisierung). Der User aruba, der offesichtlich in Marseille lebt, bestätigt das (siehe sein Kommentar vom 08.08 12.06 in diesem Forum).

    Auch ich habe geschrieben: "der innerstädtischen Viertel", vielleicht hätte ich noch ein "der betroffenen" dazufügen sollen.


    Auch für Sie gilt: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

  • Heute schoneinmal zensiert, das Handelsblatt ein Hort des
    freien Geistes!?

    Versuch zu einem anderen Thema:

    Die Industrie hat es gefordert, die Regierung vollendet, vor Jahren. Massenzustrom von Arbeitswilligen zur schnelleren Produktionserhöhung und Gewinnmaximierung erstmal aus den europäischen Nachbarvölkern. Integrationsrisiko minimal, Probleme minimal ...dennoch alle sozialen Folgeprobleme und Kosten müssen von der Gesellschaft geschultert werden.
    Mit Wirkung auf allen Ebenen von Kindergarten, Schule...bis zur Rente. Nicht Alles ist negativ doch einseitig zu Schultern von der Gemeinschaft!
    Dann organisierter Zustrom aus anderen Kulturkreisen. Dieselben Ziele Produktionserhöhung und Gewinnmaximierung.

    Doch der Preis den die Gesellschaft nun zu zahlen hat ist ungleich höher ...Das was seit Jahrhunderten bestimmend war, die Konfessionszugehörigkeit war gerade überwunden.
    Jetzt dominiert sie als Minderheitsreligion mit allen sozialen Problemen und Brennpunkten eine Gesellschaft die weitgehend mit dem Zurückdrängen der Religionen (Säkularisation) ihren Frieden gemacht hatte.

    Eine weitgehend homogene Bevölkerungsstruktur wurde aufgebrochen, nur aus Profitgier.

    Kulturelle und religiöse Brüche mit hohem sozialen Konfliktpotential künstlich geschaffen!

    Instrumentalisiert von grüner Selbstverachtung und Deutschenhass! Tagtägliche Schlagzeilen bis zur Selbsverleugnung!


    Dies wird kein gutes Ende nehmen, leider!


  • Die Masseneinwanderung hat riesige Probleme geschaffen, die nur durch die Rückabwicklung der ersteren gelöst werden können.

  • cosmoB
    Ach sind Sie ein antideutscher Grüner?
    Was hat das mit Reienhaus-Siedlungen zu tun?
    Wohne ich übrigens auch nicht, fidne ich gräßlich, sehen alle gleich aus. Wenn man da mal ein Glas Wein zu viele getrunken hat, fidnet man seine eigene Haustür nicht
    Gehen Sie doch mal an eine Hauptschule und beobachten Sie, was sich da in den Pausen abspielt
    Deutsche sind da nur noch Schüler 2. Klasse und müssen sich beschimpfen lassen.
    Wehren ist zwecklos und so geht es munter weiter.
    Die Deutschen z. B. fangen schon an und geben ihre kulturellen-christlichen Feiertag auf, weil ein paar Muslime sich beleidigt fühlen.
    St. Martinsumzüge z. B. heißen jetzt in einigen Kindergärten Laternenumzüge.
    Also schreiben Sie nicht so einen Stuss vom Stürmer.
    Aber wenn die Linken keine Argumente haben, kommen sie mit der Nazikeule
    Ihr seid ein armseliger Haufen

  • Trojaner.ESM
    ja.
    Die Bürgerkriege sind vom Chef des CIA für ca. 2020 für Europa schon voraus gesagt worden

  • Paul7744
    Ich stimme Ihnen vollkommen zu.
    Es kommt aber noch ein gravierendes Problem hinzu, was sowohl Frankreich als auch einige andere europ. Länder haben mit dieser Zuwanderung.
    So lange der Islam für diese Leute Gesetz ist, werden sie sich niemals in der westlichen Welt anpassen geschweige denn zu Hause fühlen.
    Also sollte man auch so ehrlich sein und eine neue Rückkehraktion starten wie wir sie in den 70iger Jahren schon mal hatten.
    Und zwar zum Wohle aller
    Wir haben doch z. B. keinerlei Probleme mit den Vietnamensen die damals als Flüchtlinge zu kamen, sie sind längst Teil unsrer Gesellschaft geworden.
    Es gibt überall nur Probleme mit Moslems und ich finde, das muß endlich mal ehrlich auch gesagt werden und die Ideologie muß beendet werden

  • Deutschland schafft sich ab - wir können das ummünzen und sagen ganze Teile Europas schaffen sich ab
    Die Liebedienerei allen Fremden gegenüber, bei uns ist es ganz schlimm, hat genau zu diesen Verhältnissen geführt.
    Wir haben sie ja auch bereits. Noch nicht ganz in diesem Ausmaß, aber es wird nicht mehr lange dauern.
    Denn eines haben unsre linken antideutschen Grünen und sonstigen Gutmenschen noch nicht begriffen, Islam und die westliche Welt passen nicht zusammen und bei uns benehmen sich moslem. Zuwandeer auch z. T. schon wie Eroberer.
    Auch bei usn klagt ja die Polizei, dass sie kaum noch in diese Viertel geht.
    In 5 Jahren wird hier der Teufel los sein.
    Interessant auch das Buch von Udo Ulfkotte "Der Krieg in unserem Städten" der genau diese Zustände beschreibt
    In Frankreih kann noch drüber geschrieben werden in der Presse, in Deutschland nicht, hier werden die Dinge unter den Teppich gekehrt. Und wehe jemand sagt was, dann wird er als rechts beschimpft

  • Nicht jeder Mensch sollte willkommen sein, weil eben nicht alle Menschen lieb und nett sind. Traurig, abe rnun mal leider wahr. Wegschauen bringt da nicht und aus ideologischen Gründen erst recht nicht.
    Je mehr man irgendwelche Sachen ideologisch einfärbt, um so weniger ergebnisoffen und sachlich kann man es dann beurteilen.
    Politik sollte mehr pragmatisch betrieben werden, Ideologien sollten kaum eine Rolle spielen.

  • Das Problem ist auch hausgemacht. Seit mehr als einem Jahrzehnt meidet die Polizei in Städten größer 50.000 Einwohner bestimmte Bezirke. Hier sind rechtsfreien Räume entstanden mit anderen Rechts und Machtsystemen. Das ufert nun aus.

  • Auch das ist eine Folge der Einigung der Europäer mit der "Friedenswährung" Euro. Könnte Frankreich abwerten und würden die französischen Produkte dadurch billiger werden, käme auch mehr Geld ins Land und entsprechend könnte man die Polizeikräfte aufrüsten. So aber verslumt ein großer Teil der europäischen Großstädt, weil der entsprechende Pleitestaat keine Möglichkeit hat, dagegen einzuschreiten - es fehlen einfach die Mittel dazu.

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