Drogenmissbrauch und Schlägerei
Techno-Partys bringen fünf Menschen in Lebensgefahr

Zwei Techno-Partys endeten am Wochenende für fünf junge Menschen mit lebensgefährlichen Verletzungen. Drogen waren in allen Fällen im Spiel.

HB VILLINGEN-SCHWENNINGEN/KIEL. In Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) fielen am Samstagabend drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 20 und 23 Jahren mit Vergiftungserscheinungen ins Koma. Die Polizei geht von Drogenkonsum aus. Auch bei Ausschreitungen nach dem „Generation Move“ in Kiel (Schleswig-Holstein) sollen Alkohol und Drogen im Spiel gewesen sein. Nach Polizeiangaben wurde ein junger Mann durch Tritte in den Bauch so schwer verletzt, dass er sich einer Notoperation unterziehen musste.

In Kiel hatten rund 30 000 Techno-Fans eine Riesenparty gefeiert. Nachdem der Umzug zunächst friedlich begonnen hatte, gab es im Laufe des Abends mehrere Festnahmen und insgesamt 122 Polizeieinsätze, teilten die Beamten mit. Es wurden drei Dealer gefasst, drei Tatverdächtige nahm die Polizei nach einem Raub fest. Ein Discjockey wurde als per Haftbefehl gesuchter Straftäter enttarnt.

In Villingen-Schwenningen feierten rund 800 Techno-Begeisterte. Vier Party-Gänger schlugen dabei derart über die Stränge, dass sie ins Koma fielen. Die Ermittler vermuten, dass sie „Liquid Ecstasy“ eingenommen haben – eine illegale synthetische Droge. Der Konsum von „Liquid Ecstasy“ zusammen mit Alkohol, Opiaten oder anderen die Atmung beeinträchtigenden Drogen berge lebensbedrohliche Gefahren, warnte die Polizei. Bei mehreren Menschen habe dieser Mischkonsum schon zu Atemlähmungen bis hin zum Erstickungstod geführt.

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