Duisburger Hafen

Tote nach Explosion auf Tankschiff

Mindestens zwei Menschen sind bei einer Explosion im Hafen Duisburg ums Leben gekommen. In einer Werft verunglückte ein Tanker aus noch ungeklärter Ursache. Ein dritter Arbeiter wird noch vermisst.
Update: 31.03.2016 - 13:45 Uhr
Die Explosion im Hafen kostete zwei Menschen das Leben. Quelle: AP
Unglücksort in Duisburg

Die Explosion im Hafen kostete zwei Menschen das Leben.

(Foto: AP)

Duisburg/DüsseldorfEine gewaltige Explosion, die mindestens zwei Menschenleben kostete, hat am Morgen den Duisburger Hafen erschüttert. Den anschließenden Brand, der eine weithin sichtbare Rauchwolke über der Ruhrgebietsstadt aufsteigen ließ, hat die Feuerwehr nach eigenen Angaben inzwischen unter Kontrolle. Zwei Arbeiter seien durch die Explosion über 100 Meter durch die Luft geschleudert worden. Für die Suche nach einem vermissten dritten Mann wurden auch Taucher angefordert.

Gegen 8.40 Uhr war der Laderaum eines Tankschiffs explodiert, das bei der Neuen Ruhrorter Schiffswerft zur Reparatur angelegt hatte. Die Firma ist Pächterin der Hafengesellschaft Duisport.

Zunächst hatten Polizei und Feuerwehr das Gelände weiträumig abgesperrt. Ein Brandsachverständiger sei beauftragt, um die Brandursache zu klären, sagte ein Polizeisprecher. Mit Verkehrsbehinderungen sei in Europas größtem Binnenhafen aber nicht zu rechnen, da die Werft an einem Sackgassen-ähnlichen Hafenbecken liege.

Die Polizei geht von einer Gasexplosion aus. Der Treibstoff des Tankers soll nicht in die Luft geflogen sein. Schiffsteile wurden noch in einer Entfernung von mehr als einem halben Kilometer entdeckt. Ausgangspunkt für die Explosion waren nach ersten Erkenntnissen die Arbeiten auf dem Spezialtankschiff. Das 2005 gebaute und 110 Meter lange Binnentankschiff „Julius Rütgers“ des Duisburger Großreeders Jaegers liegt in einem Hafenbecken auf dem Werftgelände neben einem weiteren Schiff. Das Schiff lag für eine Generalinspektion im Hafenbecken.

Ihre Glanzzeiten hat die Duisburger Werft, die 1921 im Eisenbahnhafen Ruhrort als Reparaturwerkstatt von der Reederei Stachelhaus & Buchloh gegründet wurde und zwischenzeitlich der Friedr. Krupp AG gehörte, lange hinter sich. Während sie in den 60er- bis 80er-Jahren mit bis zu 370 Mitarbeitern zu den bedeutendsten Binnenwerften in Westeuropa zählte, beschäftigt die Neue Ruhrorter Schiffswerft heute nur noch rund 50 Leute. 2014 halbierte sich der Jahresumsatz nahezu auf 5,5 Millionen Euro, und auch der Jahresüberschuss blieb mit 286.000 Euro übersichtlich.

Das sind die größten Häfen der Welt
Platz 19: Hamburg
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In Deutschland ist der Hamburger Hafen ganz klar die Nummer eins. Doch das Geschäft ist rückläufig: 2015 wurden hier rund 8,8 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen, knapp eine Million weniger als im Vorjahr. Häfen vor allem in Asien stoßen da in ganz andere Dimensionen vor.

Quelle: Alphaliner

Platz 12: Rotterdam
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Die Stadt an der niederländischen Nordseeküste hat den größten Hafen Europas. Auch hier geht das Geschäft zurück: 2015 wurden in Rotterdam 12,2 Millionen TEU umgeschlagen, knapp 70.000 weniger als noch im Vorjahr.

Platz 11: Tianjin
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Der Hafen Tianjin ist der größte künstliche Hafen auf dem chinesischen Festland und der wichtigste Knotenpunkt der chinesischen Küste. Er liegt 170 Kilometer südöstlich von Peking und 60 Kilometer östlich der Stadt Tianjin. Die Kapazität des Hafens ist von Jahr zu Jahr gestiegen. 2015 wurden 14,1 Millionen Standardcontainer abgefertigt, genauso viel wie im Vorjahr.

Platz 10: Los Angeles/Long Beach
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In die Reihe der asiatischen Häfen hat es im vergangenen Jahr der Hafen von Los Angeles und Long Beach geschafft. Der größte Containerhafen Nordamerikas verzeichnete 2015 einen Umschlag von 15,4 Millionen TEU.

Platz 9: Dubai
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Der größte von Menschenhand geschaffene Tiefseehafen liegt in Dubai, rund 40 Kilometer von der Stadt entfernt und wurde in der 1970er-Jahren zur Freihandelszone ausgebaut. Am Rande der Wüste wurden 2015 15,6 Millionen Standardcontainer abgefertigt. 2013 waren es weniger: 15,2 Millionen.

Platz 8: Qingdao
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Abgerutscht auf Platz acht: Als Tiefseehafen ist Qingdao bedeutend für die ölverarbeitende Industrie und den Güterverkehr der gesamten Halbinsel Shandong. 2015 betrug der Containerumschlag 17,5 Millionen TEU, etwas mehr als im Vorjahr (16,6 Millionen TEU). Der Hafen wird bis 2020 für 4,7 Milliarden Euro erweitert, danach soll Qingdao der größte Hafen der Welt werden.

Platz 7: Guangzhou
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Der Außenhandel Chinas entwickelt sich seit Jahren in großen Schritten. Dabei erfolgt ein Großteil des Warentransfers auf dem Schiffsweg über die Küsten-Häfen Chinas. Als Containerterminal im heutigen Überseehandel dient dabei unter anderem der Tiefseehafen Guangzhou. Der Hafen ist mit 17,6 Millionen abgefertigten Standardcontainern 2014 (2014: 16,2 Millionen) der siebtgrößte Hafen weltweit.

Dennoch gibt sich die Werft auf ihrer Homepage wenig bescheiden. „30 Jahre erfolgreicher Schiffbau und eine aufeinander eingespielte Mannschaft“, ist dort zu lesen, „machten die RSW zum zuverlässigen Partner der Kundschaft im In- und Ausland.“

Tankschiffe dürfen eine Werft nur ohne Ladung anlaufen. Das Schiff befördert nach Angaben des Reeders unter anderem heißen Bitumen und Schweröle. Dafür ist es ausgerüstet. Zuletzt kam es nach Informationen der Internetseite Marine Traffic aus den Niederlanden nach Duisburg.

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