East Side Gallery
Wowereit will möglichst viel Mauer erhalten

Nach massiven Protesten gegen einen Teilabriss der Berliner Mauer ist auch der Senat aufgewacht. Regierungschef Wowereit sucht einen Kompromiss. Die East Side Gallery soll dabei möglichst so bleiben wie sie war.
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BerlinBerlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will möglichst viel von der weltbekannten East Side Gallery erhalten. „Unser Ziel muss sein, die East Side Gallery so wenig wie möglich anzugreifen“, sagte Wowereit am Dienstag nach der Beratung des Senats dazu.

Sowohl der Investor als auch der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hätten nach den Protesten deutlich gemacht, dass der Durchbruch von rund 23 Metern der früheren Berliner Mauer zur Erschließung eines geplanten Wohnhochhauses dahinter nicht notwendig sei, sagte Wowereit. Deshalb würde er am liebsten die East Side Gallery so lassen wie sie war.

Am vergangenen Freitag war ein etwa einen Meter breites Teil aus dem von mehr als 100 Künstlern bemalten Mauerstück herausgenommen worden. Dies hatte heftige Proteste ausgelöst. Der Regierungschef ließ aber keinen Zweifel daran, dass die Grundstücke für die Investoren erschlossen werden müssten. Welche Alternativen zum Teilabriss möglich seien, müsse noch genau geprüft werden, sagte Wowereit.

Der Zugang für das Hochhaus könne auch über das Nachbargrundstück eines israelischen Investors erschlossen werden. Dieser habe in einem ersten Gespräch eine positive Reaktion darauf gezeigt, sagte Wowereit.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Tennis zwischen Bezirklichen Repräsentanten und Onkels um Verantwortlichkeiten, so schaut Realpolitik aus.
    Wer hat es geahnt nach den Kungeleien im Berliner Bankenskandal, an denen der Haushalt heute noch knabbert, das es noch mal ne Große Koalition gibt. In Zeiten wo gebaut wird wie nix.

    Stadtschloss, BND-Zentrale und BER um die offensichtlichsten Baudesaster von morgen zu benennen. Ruinöser als der Steglitzer Kreisel. Und denn noch das schöne Tempelhofer Feld, wo an den Menschen vorbei schon die Interessen- und Investorengruppen planen. Wie an der Spree sich um Bürgerbegehren und Entscheiden einen Dreck scherend. Schwafelnd die Wohnungssituation ausnutzend.

    Parks mit abgeschraubten Müllbehältern, ein Regierungsgelände ohne Grill und Fußballvergnügen.
    Ja es soll die Republik darstellen, mit einem Bürgerforum. Zwischen Kanzleramt und Marie-Lüders-Haus. Als Zeichen das nix hier an den Menschen vorbei passiert beschlossen wird. Das Zeichen in der Realpolitik: Kein Geld fürs Bürgerforum. Parteiübergreifend wurde es Beerdigt unter einem Wasserspiel.
    Das tut Not! könnte Mensch ja da glatt auf den Gedanken kommen das es nur Symbolisch steht, für alle Bürgerforen in den Berliner Bezirken. Eben das was seit einiger Zeit am Kotti steht und die Menschen ins Gespräch bringt.

    Geheimverträge über Wasserdeals, Modemessen etcpp in Berlin sind die Regel. Ich könnte Stunden weiterschreiben über schräge Deals, Elitenförderung - ach hört mir uff.

  • Na ja, mit dem Abriss oder nicht Abriss der Mauer wird er doch hoffentlich nicht überfordert sein. Das dürfte nicht so schwierig werden wie der Flughafen, der nie fertig wird.

  • Ja, dieser "Berlin-ist-arm-aber-sexy-Bürgermeister" ist einfach nicht mehr zu ertragen, er hätte schon lange seinen Hut nehmen müssen. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum dieser (..) "Mann" weiterhin mit dem Flughafenbau beschäftigt werden muss.
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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