Egyptair-Absturz
Ermittler bergen Flugschreiber der Unglücksmaschine

Einen Monat nach dem Absturz einer Egyptair-Maschine ist im Mittelmeer einer der Flugschreiber geborgen worden. Die Ermittler erhoffen sich vom Cockpit-Stimmenrekorder Erkenntnisse über das Flugzugunglück.

KairoVier Wochen nach dem Absturz einer EgyptAir-Maschine über dem Mittelmeer ist einer der beiden Flugschreiber gefunden worden. Von dem in mehrere Teile zerbrochenen Stimmrekorder sei der Teil mit den Audioaufzeichnungen geborgen worden, teilte die ägyptische Luftfahrtbehörde am Donnerstag mit. Es handele sich um den „wichtigsten Teil“ des Voice Recorders.

Die Besatzung des französischen Spezialschiffs „John Lethbridge“ hatte zuvor die Ortung von Wrackteilen des Flugzeugs gemeldet. Der Fundort lag demnach rund 290 Kilometer nördlich der ägyptischen Küste. Das Ortungsschiff hat neben diversen Peil- und Aufnahmegeräten einen Tauchroboter an Bord, der den Meeresgrund bis zu einer Tiefe von 6000 Metern absuchen und Bildaufnahmen machen kann.

Flug MS804 von Paris nach Kairo war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord ins Mittelmeer gestürzt. Von den Insassen stammten 40 aus Ägypten und 15 aus Frankreich, die übrigen aus neun weiteren Ländern. Die Absturzursache ist bislang unklar. Kleinere Wrackteile und persönliche Gegenstände von Insassen des Flugs waren bereits im vergangenen Monat gefunden worden.

Kurz vor dem Verschwinden des Airbus' von den Radarschirmen wurden über das automatische Kommunikationssystem Acars zwei Minuten hindurch Meldungen abgesetzt, nach denen zehn Alarmsignale in Gang gesetzt worden waren. Diese Signale wurden durch Rauch im Cockpit, in einer Toilette und in einer Abteilung unterhalb des Cockpits ausgelöst. Ferner wurde mitgeteilt, dass die zentrale Flugsteuerung ausgefallen war.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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